SiriuS - Ascended Master's Dictations

Kuthumi


 

 


 


Kuthumi[1]

Meister Kuthumi hieß in seiner letzten uns bekannten Verkörperung Kut Humi Lal Singh und war Kaschmir- Brahmane (Brahmine). Das war im XIX. Jahrhundert in Shigatse, in Tibet. Er ist auch unter dem Namen K. H. bekannt. Er wurde in Punjab geboren, seine Familie wohnte im Laufe von vielen Jahren in Kaschmir. Es gilt, dass er viel reiste, 1850 die Universität in Oxford besuchte und in den siebziger Jahren des XIX. Jahrhunderts an der Leipziger Universität in Deutschland studierte. Während seines Aufenthaltes in Leipzig lernte Kuthumi Gustav Theodor Fechner kennen, den Philosophen und Gründer der modernen Methode der psychologischen Forschungen.

 


Kut Humi Lal Singh

 


1875 gründete Kuthumi zusammen mit El Morya die Theosophische Gesellschaft, deren Leiterin Helena Petrovna Blavatsky war. Die Lehren, die von El Morya, Kuthumi und von andern Adepten durch Blavatsky gegeben wurden, entschleierten die alten Wahrheiten, die sowohl den östlichen als auch den westlichen Religionen zugrunde liegen. Die Lehrer waren darauf bedacht, die Menschheit mit der Geistigen Bruderschaft bekanntzumachen, die unsichtbar arbeitet, um zum geistigen Fortschritt der Menschheit beizutragen.

 

 

E. P. Blavatsky von Adepten umgeben
( auf dem Foto vlnr: Kuthumi, El Morya und Saint Germain)

 

Der bekannte Theosoph, ein Mitglied der Theosophischen Gesellschaft Charles Leadbeater führt in seinem Buch „Die Meister und der Pfad“ einige Details aus dem abgeschiedenen Leben seines Lehrers in Tibet an:

«...Manchmal sitzt er in seinem großen Sessel, und, wenn seine Leute ihn da sehen, wissen sie, dass er nicht gestört werden sollte; sie wissen nicht genau, was er tut, aber sie glauben, er sei im Samadhi - Zustand. Jene Tatsache, dass Ost- Bewohner diese Art der Meditation verstehen und sie achten, ist vielleicht einer der Gründe, warum Adepten im Osten und nicht im Westen zu leben bevorzugen.

Wir bekommen also den Eindruck, dass die meiste Zeit der Meister ruhig sitzt, und, wie wir sagen würden, meditiert; aber während er sich äußerlich gemütlich ausruht, ist er tatsächlich mit einer anstrengenden Arbeit in höheren Ebenen beschäftigt, indem er mit verschiedenen Naturkräften manipuliert und gleichzeitig ganz unterschiedliche Einflüsse auf Tausende von Seelen ausübt, die Adepten sind doch die höchst beschäftigten Menschen der Welt. Dennoch hat der Lehrer auf der physischen Ebene viel zu tun – er hat Musikwerke, er macht Notizen und schreibt Dokumente zu unterschiedlichsten Zwecken. Er interessiert sich auch sehr für die Entwicklung der physischen Wissenschaften, obwohl das hauptsächlich der Fachbereich eines von anderen Großen Meistern der Weisheit ist.

Von Zeit zu Zeit macht Meister Kut Humi auf einem großen Dunkelfuchs einen Ritt, und manchmal, wenn sie eine gemeinsame Arbeit haben, wird er von Lehrer Morya begleitet, der immer ein wunderschönes weißes Pferd reitet. Unser Lehrer besucht regelmäßig einige Klöster, indem er eine Langzeitreise zu einem abgelegten Kloster auf den Hügeln unternimmt. Die Geschäftsreisen scheinen seine körperlichen Hauptübungen zu sein, aber ab und zu wandert Er mit dem Meister Djwal Khul, der in einer kleinen Hütte wohnt, die er mit seinen eigenen Händen ganz in der Nähe von einem großen Felsen gebaut hat, von dem sich eine Aussicht auf den See bietet.

Manchmal spiel unser Lehrer Orgel, die im Großzimmer seines Hauses steht. Diese Orgel wurde in Tibet unter seiner Leitung gemacht und stellt eine Kombination vom Klavier und Orgel mit einer Klaviatur dar, die bei uns im Westen verwendet wird. Der Lehrer kann darauf all die westliche Musik spielen. Diese Orgel ähnelt sich aber keinem von den mir bekannten Instrumenten, denn sie scheint doppelseitig zu sein, und sie kann sowohl im Wohn- als auch im Arbeitszimmer gespielt werden. Die Hauptklaviatur (und genauer gesagt drei Klaviaturen- die große Orgel, Expressiv und Rezitativ expressive Chore) befindet sich im Wohnzimmer, das Klavier- Klaviatur ist aber in der Bibliothek. Diese Klaviaturen können zusammen und getrennt verwendet werden. Die ganze Orgel mit Pedalen kann im Wohnzimmer betätigt sein, und wenn ein Griff, der der Registerschaltung gleicht, umgestellt wird, kann mit der Orgel der Klaviermechanismus verbunden werden, und beide können gleichzeitig spielen. Aus dieser Sicht kann das Klavier tatsächlich als ein zusätzlicher Orgelregister verwendet werden. Jene Klaviatur, das es im Arbeitszimmer gibt, kann wie ein gewöhnliches Klavier gespielt werden, indem es von der Orgel ganz und gar abgetrennt wird, aber mittels eines komplizierten Mechanismus kann diese Klaviatur mit den Orgel Chören verbunden werden, sodass es wie ein Klavier begleitet vom Orgelchor gespielt werden kann, oder aber jedenfalls mit einigen Orgelregistern. Es ist auch möglich, wie gesagt, diese zwei Instrumente völlig zu trennen, und mit einem Musiker für jede Klaviatur ein Duett für Klavier und Orgel vorzutragen. Der Mechanismus und die Pfeifen dieses merkwürdigen Instruments besetzen fast all das, was als das Obergeschoß des Hauses von dem Lehrer bezeichnet werden kann. Durch den Magnetismus hat er es in die Verbindung mit den Gandharvas und Devas der Musik gebracht, sodass sie ihm helfen, wenn er spielt, und er erzielt somit eine Kombination von Klängen, die auf der physischen Ebene nie gehört wurden, dabei kommt es zur Klangwirkung von der Orgel selbst, als sei es in Begleitung von Saite- und Blasinstrumenten.

In der Welt wird immer Devaslied gesungen, sie klingt immer in den menschlichen Ohren, aber sie horchen auf ihre Schönheit nicht.

Das dumpfe Meeresbrandung, das Seufzer des Windes in den Bäumen, das Rauschen des Gebirgsbaches, die Musik des Baches, des Stroms, des Wasserfalls, indem sie sich mit anderen Klängen mischen, bilden ein mächtiges Lied über das Leben der Natur, die nur ein Echo auf der physischen Ebene von dem größeren Klang, von dem Dasein Devas ist. So wie es in „Das Licht auf dem Pfad“ gesagt wurde:

„Nur die Echos des großen Liedes erreichen dein Gehör, solange du immer noch ein Mensch bist. Aber wenn du ihm lauschst, richtig einprägend, so dass keine von seinen Melodien für dich verlorengeht, und du danach strebst, vom ihm den tiefen Sinn vom dich umgebenden Geheimnis zu erkennen, wirst du mit der Zeit keinen Lehrer benötigen. Denn so wie das Individuelle eine Stimme hat, hat eine Stimme das, wo das Individuelle existiert. Selbst das Leben redet und schweigt nie. Und diese Stimme ist kein Geschrei, wie ihr, Taube zu glauben vermögt, das ist ein Lied. Erkenne von ihm, dass du ein Teil von Harmonie bist, lerne von ihm, den Gesetzen der Harmonie zu folgen.“

Jeden Morgen kommen einige Leute, keine Schüler aber eher Anhänger, zum Haus des Meisters und sitzen auf der Veranda und in ihrer Nähe. Manchmal führt er mit ihnen ein kleines Gespräch in der Art einer kleinen Vorlesung; aber öfter ist er mit seiner Arbeit beschäftigt und achtet auf sie nicht, außer einem liebevollen Lächeln, und sie scheinen offenbar, damit ebenso zufrieden zu sein. Offensichtlich kommen sie, um in seiner Aura zu sitzen und ihm ihren Respekt zu zeigen. Manchmal hält Er Mahlzeit in ihrer Gegenwart, auf der Veranda sitzend, und mit einer Menge dieser Tibeter und anderer Menschen umgebend, die mit den gekreuzten Beinen auf dem Boden sitzen, aber gewöhnlich isst er allein am Tisch in seinem Zimmer. Vielleicht folgt er der Regel der Buddha- Mönche und isst am Nachmittag nie – ich kann mich nicht erinnern, dass abendgegessen hat, es ist sogar möglich, dass er nicht jeden Tag die Mahlzeit benötigt“.

Die Briefe von El Morya und Kuthumi an die an der Theosophischen Bewegung beteiligten Schülern sind in den „Mahatma- Briefen“ und in anderen Büchern veröffentlicht. Einige von diesen Briefen werden in der Abteilung für Manuskripte des Britischen Museums aufbewahrt.

 

Im Folgenden führen wir einige Verkörperungen von Kuthumi an:

 

Pythagoras, ca. 582 – 507 vor Chr., der griechische Philosoph und Mathematiker, ein „schönhaariger Samos- Einwohner“, der als Apollons Sohn verehrt wurde. Ferner besaß er eine besondere Fähigkeit, sich an all seine früheren Verkörperungen zu erinnern. Antike Autoren schreiben von ihm folgendes:

«...Er erzählte von sich selbst (nach Heraklides Pontius), dass er ehemals Ephalide war und als Hermesens Sohn verehrt wurde; und Hermes schlug ihm eine beliebige Gabe zur Auswahl vor, außer der Unsterblichkeit, und er bat ihn, ihm im Leben und Tod die Erinnerung daran zu behalten, was mit ihm geschehen ist. Daher hatte er beim Leben alles im Kopf und im Tod behielt er dieselben Erinnerungen. Später trat er in Euphorbus ein, wurde als Menelaos verwundet; und Euphorbus erzählte, dass er einmal Ephalide war, dass er von Hermes seine Gabe erhielt, wie seine Seele wanderte, in welchen Pflanzen und Tieren sie auftauchte, was sie in Hades erduldete, und was die anderen Seelen dort erdulden. Nach dem Tode von Euphorbus ging seine Seele an Herothima über, der als Beweis dafür in Branhiden erschien und im Tempel von Apollon auf einen Schild wies, der von Menelaos Gott gewidmet worden war, indem er von Troja abschwamm, sagte er, Menelaos habe diesen Schild Apollon gewidmet, jetzt habe er ganz durchgefault, nur die Ummantelung aus dem Elfenbein sei geblieben. Nach dem Tode von Herothima wurde er Pyrrhus, ein Delos-Fischer und hatte immer im Gedächtnis, wie er zuerst Ephalide war und dann Euphorbus, danach Herothima und dann Pyrrhus. Nach dem Tode von Pyrrhus wurde er Pythagoras und erinnerte sich auch an das all Vorgenannte.».
(Diogenes Laertius. About Life, Teachings, and Aphorisms of famous philosophers) http://krotov.info/lib_sec/05_d/dio/gen_09.htm)

 

Über andere ungewöhnliche Eigenschaften von Pythagoras erzählt Porphyry in seinem Buch „Das Leben von Pythagoras" (http://krotov.info/lib_sec/05_d/dio/gen_09.htm):

«...An einem und demselben Tag war er im italischen Metaponto und im sizilischen Tavromenien, hier und da mit den Schülern sprechend; das wird von fast allen bestätigt, dabei führt von einer Stadt zur anderen ein langer Weg zu Lande und zu Wasser, der innerhalb von mehreren Tagen zurückgelegt werden muss. Es ist allbekannt, da er dem Hyperboreer Abaris, dem Priester von dem Hyperboreer Apollon, seine Hüfte aus Gold gezeigt hat, als Beweis für seine Worte, dass Pythagoras Hyperboreer Apollon sei; und als einmal seine Freunde, indem sie ein anschwimmendes Schiff betrachtet und den Wert seiner Waren berechnet hatten, vorherzusagen versuchten, sagte Pythagoras: „Ein Verstorbener kommt an!“, und gerade an Bord des angeschwommenen Schiffes gab es einen Verstorbenen. Es gibt noch endlos viele andere Geschichten, noch göttlicher und wunderbarer, die sicher und eistimmig über diesen Mann erzählen, kurz gesagt, von niemandem wurde so viel und so ungewöhnlich gesprochen.

Man erzählt sich, wie er fehlerlos die Erdbeben vorhersagte, schnell massenhafte Krankheiten hemmte, Stürme und Hagelschläge bannte, Flüsse und Seewellen zähmte, damit sie einen leichten Übergang ihm und seinen Gefährten öffneten; das übernahmen von ihm Empedokles, Epimenides und Abarid, die auch dasselbe nicht einmal getan hatten, was aus ihren Versen ersichtlich ist, - nicht umsonst hatte Empedokles den Spitznamen Windabdreher, Epimenides – Reiniger, Abarid – Luftrenner, als ob er von Apollon als Gabe eine Pfeile erhielt, mit der er über Flüsse, und Meer, und Gelände flog, als ob er in der Luft gelaufen wäre. Manche glauben, dass Pythagoras dasselbe tat, als er am denselben Tag mit den Schülern in Metaponta und in Tavromenien sprach. Und mit den Liedern, mit dem Sang und mit dem Lyraspiel stillte er geistige und körperliche Beschwerden; das brachte er seinen Freunden bei, er selbst konnte sogar die Harmonie des Weltalls hören, indem er den Zusammenklang aller Welten und darin bewegenden Sternen durchgefühlt hatte, was uns aufgrund der Schwäche unserer Natur versagt bleibt».

 

Noch als Junge kommunizierte Pythagoras mit den Gelehrten und Priestern, auf der Suche nach den wissenschaftlichen Beweisen eines internen Gesetzes, das ihm sich bei dem Nachdenken über Demeter – Mutter Erde erschloss. Die Forschungen nach der großen Synthese der Wahrheit führten ihn zuerst zu den damals bekannten griechischen Philosophen (Pherecydus, Germos, Anaximander, Thales u.a.), und dann zu den Tempeln von Ägypten, wo er das Vertrauen von Memphis- Priestern gewann und schließlich zu den Geheimnissen von Isis in Theben zugelassen wurde.

Als der asiatische Kriegsherr um das Jahr 529 einen grausamen Einfall in Ägypten begangen hat, wurde Pythagoras nach Babylon verbannt. Hier erschlossen ihm die Rabbiner die geheimen Lehren, die Mose gegeben wurden. Zoroastians- Magier brachten ihm Musik bei, Astronomie und sakrale Kunst von Appellen.

Nach Ablauf von zwölf Jahren verließ Pythagoras Babylon und gründete eine Bruderschaft von Eingeweihten in Croton, in der menschenreichen dorischen Hafenstadt, jetzt im Süden Italiens. Seine „Stadt der Auserwählten“ war eine Schule des Sakramentes von der Großen Weißen Bruderschaft. In Croton folgten die sorgfältig ausgewählten Männer und Frauen der Philosophie, die sich auf dem mathematischen Ausdruck des kosmischen Gesetzes beruhte, das den Ausdruck in der Musik, im Rhythmus und in der Harmonie des Lebensweges findet, der durch eine hohe Disziplin gekennzeichnet ist. Nach fünf Jahren der Probe durch Schweigen bestanden „Mathematiker“ von Pythagoras eine Reihe von Einweihungen, indem sie intuitive Fähigkeiten des Herzens entwickelten, dank denen ein Sohn oder eine Tochter Gottes, so bei Pythagoras in seinen „Goldenen Gedichten“, „unsterblicher wunderbarer Gott“ werden könnten.

Pythagoras gab seine Lehre, weit vor Augen seiner Schüler, mit der Zeichensprache, die nur den am meisten fortgeschrittenen Schülern klar war. Das bedeutendste Thema seiner Lehre war die grundlegende Auffassung, dass die Zahl sowohl die Form als auch das Wesen der Schöpfung ist. Er fasste in Wort die Grundteile der euklidischen Geometrie und entwickelte astronomische Anschauungen, die später zur Theorie von Kopernikus führten. Nach Chroniken ließen zwei Tausend Croton- Einwohner ihre übliche Lebensweise und traten in der Pythagoras-Gemeinde unter der weisen Leitung des Rates von Dreihundert zusammen, - der administrativen, wissenschaftlichen, religiösen Ordensgemeinschaft, die später ein großes politisches Gewicht im Großen Griechenland hatte.

Seine Lehren beeinflussten eine riesige Anzahl von Philosophen.

Pythagoras – der „unermüdliche Adept“ - war neunzig Jahre alt, als Kylon, dem die Aufnahme in die Schule der Sakramente versagt worden war, eine grausame Verfolgung des Philosophen initiierte. Vor Gericht Crotons stehend, las Kylon das geheime Buch von Pythagoras "Hieros Logos" („Das Heilige Wort“), indem er die Lehre verfälschte und verspottete. Als Pythagoras und vierzig führende Mitglieder der Ordensgemeinschaft sich zu einer Beratung versammelt hatten, setzte Kylon das Gebäude in Brand und alle außer zwei Menschen, die da waren, kamen ums Leben. Infolgedessen fiel die Gemeinde auseinander, und der größte Teil der Lehre ging verloren. Trotzdem beeinflusste der Meister viele große Philosophen, darunter Platon, Aristoteles, Augustinus, Thomas von Aquin und Francis Bacon.

Balthasar, das erste Jahrhundert, einer von den drei Weisen aus dem Morgenland (Astronomen, Adepten), die dem Stern (ICH BIN Gegenwart) von Betlehem zu Jesus folgten, der vom Maria- Jungfrau geboren wurde und die eine Reise vom Osten machten, um ihn zu ehren. Es gibt Behauptungen, dass er König von Äthiopien war und Christus den Schatz seines Landes brachte – die Gabe vom Weihrauch.

 

Nicholas Roerich - Saint Francis of Assisi

 

Heiliger Franz von Assisi,um 1181 – 1226, Italien. Der Gründer des Franziskanerordens, der göttliche Bettler, der auf die Familie und den Reichtum verzichtete und sich mit der „Frau graue Not“ verlobte. Der erste Heilige, der Stigmata erhielt.

Heiliger Franz von Assisi ist einer der berühmtesten christlichen Heiligen, vielleicht der attraktivste und zweifellos der beliebteste unter den Nicht-Katholiken, und was erstaunlich ist, sogar unter den Atheisten.

Die Gestalt von dem heiligen Franz war im Laufe von 800 Jahren für die Menschen mit verschiedenen Meinungen attraktiv: Kirchenhierarchien und Denker, Könige und Revolutionäre; man hielt ihn für den Gründer des Subjektivismus und Individualismus, den Vorboten von Renaissance, den Reformator, den Sozialisten, den ersten Hippie, den Kämpfer für den Umweltschutz und einen romantischen Helden. Und dennoch gab es eigentlich im Leben von Franz von Assisi selbst nichts als die genaue Befolgung des christlichen Ideals und das Nachahmen Christus.

Man sagt, dass nämlich heiliger Franz in das düstere asketische Christentum des früheren Mittelalters den Geist der Freude hereinbrachte. Das durfte nicht ganz zutreffen: die Freude der Dankbarkeit dem Schöpfer, die Freude des Auferstehens waren ursprünglich im Christentum vorhanden. Sowohl im östlichen – bei Clemens von Alexandrien, Johannes Chrysostomos, als auch im westlichen – zum Beispiel, St. Benedikt. Franz von Assisi hat nichts Neues erfunden, was eine Offenbarung für das Christentum sein würde, und trotzdem würde ohne ihn nie das Christentum so anlockend für die Millionen von Gläubigen, wie es heute ist.

Francis (Francesco) Bernardone wurde 1181 (oder 1182) in Assisi in der Familie eines Manufakturhändlers geboren und verlebte seine Jugend sorgenlos und fröhlich. Mit 24 Jahren hörte er in der Kirche des heiligen Domian die Stimme Christus, die ihn zum Dienst aufrief, zumindest so sagen die Verfasser seiner Legende. Der junge Mann ließ seine Familie und begann in der Armut zu leben, indem er die Aussättigen pflegte und die zerstörten Kirchen wiederaufgebaute. Am 24. Februar 1209 wurde es ihm während einer Messe am Tag des heiligen Matthäus gezeugt, dass seine Berufung ist, buchstäblich dem Evangelium zu folgen – und ein einsamer Einsiedler wurde ein wandernder Prediger. Bald hatte er Schüler. Er gab ihnen die Regeln des evangelischen Lebens, die 1210 von Papa Innocent III. bestätigt wurden. So entstand im mittelalterlichen Europa noch ein Mönchsorden. Der heilige Francis predigte, tat Wunder, wie viele andere christliche Heiligen, und starb, leidend darunter, dass seine Bundesordnungen bereits begonnen haben, in Vergessenheit zu geraten.

Was bildete also seine Eigenart und brachte dem freiwilligen Armen von Assisi so viel Ehre ein? Es kann daran erinnert werden, dass der heilige Francis das tatenfrohe Mönchtum ins Leben gerufen hat – Missionstätigkeit; dass die franziskanische Geistigkeit die Kunst der frühen italienischen Renaissance inhaltlich erfüllte und vor allem Giotto; dass seine „Hymne der Sonne“ das erste Gedicht im Italienischen war, das die Entwicklung der Poesie in den Nationalsprachen in Schwung brachte und den großen Dante begeisterte. Aber das Wichtigste, was die Persönlichkeit des heiligen Franciscus so attraktiv gemacht hat, ist jene wunderbare Atmosphäre der Liebe, der Gutmütigkeit und der Natürlichkeit, die er zu seinen Lebensjahren um sich herum geschaffen hat und die von seinen Zeitgenossen in den erhalten gebliebenen Lebensbeschreibungen so deutlich vermittelt wurde. Besonders in der berühmtesten von ihnen – „Blümlein des Hl. Franciscus von Assisi“. (Flowerets of Saint Francis of Assisi, M., “EKSMO-Press,” 2000.) Der Liebe Gott offenbarte dem heiligen Franciscus eine göttliche Präsenz in der „Bruder-Sonne“ und im „Schwester-Mond“ und belohnte ihn für seine Hingabe mit Stigmata vom gekreuzigten Christus. Das Gebet von Hl. Franciscus ist weltbekannt, es wird von den Menschen aller Religionen verrichtet:

 

Mein Gott,
mach mich zum Werkzeug deines Lebens,
wo der Hass ist, lass mich die Liebe säen,
wo die Beleidigung ist, lass mich die Vergebung säen,
wo der Zweifel ist, lass mich den Glauben säen,
wo die Verzweiflung ist, lass mich die Hoffnung säen,
wo die Finsternis ist, lass mich das Licht säen,
wo das Weh ist, lass mich die Freude säen.

O, Göttlicher Herrscher,
tue so, dass ich nicht nach der Tröstung suche, sondern tröste,
nicht verstanden werden möchte, sondern verstehen würde,
nicht danach suchte, geliebt zu werden, sondern lieben würde,
denn, indem wir geben, bekommen wir,
indem wir vergeben, werden wir vergeben,
indem wir sterben, werden wir zum ewigen Leben geboren.

Shah Jahan 1592-1666, Imperator von Indien, von der Großmoguldynastie. Nach dem Tode des Vaters Dshahangir erbte er den Thron und stellte zum Teil die edle Ethik seines Großvaters Akbar des Großen wieder her. Während seiner Herrschaft erreichte die Größe der Mogul ihren Höhepunkt, und Indien erlebte eine rasche Entwicklung in der Kunst und Architektur, wobei in Agra errichtetes Taj Mahal als Beispiel dienen kann. Das Geld aus dem Reichsfiskus gab Shah Dshahan für Musik, Kunst und Bau von den imposanten Monumenten, Moscheen, öffentlichen Gebäuden überall in Indien aus, von denen manche heute noch zu besichtigen sind.

 


Taj Mahal

 

Das berühmte Taj Mahal – „Wunder aller Wunder, das letzte Weltwunder“ – wurde als Grabmal seiner Lieblingsfrau Mumtaz Mahal gebaut. Sie regierte mit ihm fast gleichberechtigt und starb 1631 bei der Geburt ihres vierzehnten Kindes. Shah Dshahan scheute keine Ausgaben beim Bau des Monuments, das „ebenso schön wie sie“ sein sollte. Das Monument symbolisiert Liebe und macht ewige Liebe des Imperators zu Mumtaz Mahal zu einer bleibenden Erscheinung.

 

 

 



[1] Die Grundlage des Textes (außer den Absätzen, unter denen Links für andere Quellen angegeben sind) bilden die Angaben aus dem Buch „Die menschliche Aura“, das von den Boten Mark und Elizabeth Prophet als Diktate von den Meistern Kuthumi und Djwal Kul geschrieben wurden.