SiriuS - Ascended Master's Dictations

Serapis Bey


Serapis ist ein außergewöhnlicher Gott. Auf zahlreichen Abbildungen nimmt er verschiedene Gestalten an: bald ist er eine Schlange mit Menschenkopf, bald ist er von einer Schlange umschlungen, zwischen deren Ringen Symbole der Tierkreiszeichen zu sehen sind. Oft ist es ein Mensch in griechischer Tunika mit einem Korb auf dem Kopf. Manchmal wird er mit Hörnern dargestellt. Was macht das Wesen solcher Metamorphosen aus? Wer ist eigentlich Serapis?

Wenden wir uns der sicheren Quelle – dem „Lexikon der Geheimlehren“ (The Theosophical Glossary) von Helena Blavatsky zu:

„SERAPIS (ägypt.) ist der große Sonnengott, der in der Volksverehrung Osiris ersetzt hat, und dem zu Ehren sieben Vokale (von Priestern) gesungen wurden. In seinen Abbildungen wird er oft als Schlange, als „Drache der Weisheit“ dargestellt. Der höchste Gott Ägyptens im Laufe der ersten Jahrhunderte des Christentums.“

Sofort entstehen Fragen. Wie ist die Verbindung zwischen Osiris und Serapis? Warum wird Serapis als Schlange dargestellt, und was versinnbildlicht dieses Symbol? Warum war Serapis der höchste Gott Ägyptens gerade in den ersten Jahrhunderten des Christentums, nicht früher und nicht später? Suchen wir die Antworten.

 

Wer ist Osiris? Die Verbindung zwischen Osiris und Serapis

Osiris ist, wie uns das moderne Lexikon mitteilt, Gott der Wiedergeburt, König des Jenseits in altägyptischer Mythologie und Richter über die Seelen der Toten.

Im „Lexikon der Geheimlehren“ gibt es eine hinreichend große Erläuterung, die verschiedene Aspekte dieses Gottes erörtert. Helena Blavatsky weist auf die Identität von Osiris mit Ahura Mazda (Sanat Kumara) als Ursache, selbsterschaffenem Gott, Logos hin. Und je nach seiner Differenzierung und Personifizierung (bei der Senkung in die zunehmend dichten Schichten der Schöpfung) wird Osiris zu verschiedenen Aspekten, d.h. verwandelt sich in andere Gottheiten, die ihre Namen haben.

„OSIRIS (ägypt.) ist der größte Gott Ägyptens, der Sohn von Seb (Saturn), dem himmlischen Feuer, und Neith, der präexistenzialen Materie und des endlosen Raums. Es weist darauf hin, dass er ein selbstexistierender und selbsterschaffener Gott ist, die erste sich offenbarende Gottheit (unser dritte Logos), identisch mit Ahura Mazda und anderen „Ursachen“. Denn so, wie Ahura Mazda mit Amesha Spentas einig, oder Synthese von ihnen ist, wird auch Osiris, die kollektive Einheit, bei Differenzierung und Personifizierung zu Typhon, seinem Bruder, Isida und Nephthys, seinen Schwestern, zu Horus, seinem Sohn und anderen seinen Aspekten.“

 



Das Totengericht von Osiris. Osiris sitzt auf dem Thron und hält Attribute der Macht in den Händen.
Hinter ihm stehen seine Schwestern Isis und Nephthys. Links führt der Gott Horus mit Falkenkopf einen Toten zum Osiris–Gericht.

 

Im Buch „Isis entschleiert“ erzählt Helena Blavatsky über die Sonnennatur von Osiris:



Osiris-Apis in zwei seinen Gestalten

„Weder Osiris noch Horus werden erwähnt, ohne dass sie mit der Sonne verbunden werden. Sie sind die „Söhne der Sonne“; „Herr und Sonnenanbeter ist sein Name.“

Ebenda wird ein Zitat aus dem Buch von Edward Pococke, dem britischen Orientalisten und Priester angeführt, der im XV. Jahrhundert gelebt und die Identität der ägyptischen, griechischen und indischer Mythologie bewiesen hat. Pococke beschreibt das Haupt der Sonnenrasse von Radshputen, das in der altindischen Tradition „die Große Sonne“ genannt wurde, und sagt, dass „diese Große Sonne an der Schwelle des Todes vergottet wurde; laut der indischen Doktrin der Metempsychose (Seelenwanderung) ist seine Seele in den Stier „Apis“, Sera-pis der Griechen, und SURA-PAS, oder das „Sonnenhaupt“ der Ägypter übergegangen… Osiris, genauer Usras, bedeutet sowohl „Stier“, als auch „Lichtstrahl“. Surapas (Serapis) ist das „Sonnenhaupt“, weil Sonne auf Sanskrit Surya ist“ (zitiert nach „Isis entschleiert“, Band II).

Somit wird die Verbindung zwischen Serapis und Osiris deutlich. Osiris ist der höchste Aspekt von Serapis, deswegen hat der letztere dieselbe Sonnennatur.

Die Seele von Osiris geht nach der Differenzierung (allegorisch – nach dem Tode) in den Stier Apis über, der die Natur des Lichtes hat, und verwandelt ihn somit in Serapis. Es hat etwas von „dem Fall in die Zeugung“ der Söhne des Feuers, die dadurch die niedrigsten physischen Formen der Dritten Menschenrasse beseelt haben. (Näher zu diesem Prozess lesen Sie im Kapitel „Der Fall der Engel“ im Buch „Gut und Böse. Eine persönliche Lektüre der „Geheimlehre“ von H.P. Blavatsky“.)

In der Lehre der Gnostiker versinnbildlicht der Stier Apis die niedrigste körperliche Natur eines Menschen. Nach dem Tode wird die Seele, die vom Körper noch nicht befreit ist, als Serapis bezeichnet, und die, die Freiheit gefunden hat, – als Osiris.

Im Altertum war die Sonnenverehrung überall verbreitet. Die Sonne wurde „als Erzeuger der Götter, die Erben der Sonne sind“ genannt. Ihre lebenschenkenden Strahlen waren Symbol „Dessen, der Herr des Lebens und des Todes ist“.

„Es war die Religion der frühesten vedischen Brahmane, die in den ältesten „Rigveda“-Hymnen Surya (Sonne) und Agni (Feuer) den „Herrscher des Universums“, den „Herrn der Menschen“ und den „weisen König“ nennen. Es war die Verehrung der Magier, Zoroastrier, Ägypter und Griechen, unabhängig davon, ob sie ihn Mithra oder Ahura-Mazda, Osiris oder Zeus nannten, indem sie als seine nächste Verwandte Vesta – den reinen Himmelfeuer verehrten.“ („Isis entschleiert“, Band II).

Im Altertum haben die Menschen jedoch nicht nur die Sonne verehrt. Helena Blavatsky spricht von zwei Dynastien der Könige und Götter.

Die ältesten Legenden aus der Geschichte Indiens erwähnen zwei Dynastien, die heute in der Finsternis der Zeiten verloren gegangen sind; die erste war die Dynastie der Könige der „Sonnenrasse“, die in Ayodhya (heute Uda) regiert hat; die zweite, Dynastie der „Mondrasse“, in Prayag (heute Allahabad). <…>

Champollion erinnert uns in jedem Kapitel der “Manifestation to the Light” an zwei Dynastien der Könige der Sonne und des Mondes. Später wurden all diese Zaren vergottet und nach dem Tod in Sonnen- und Mondgötter verwandelt.“

Die Verehrung der Mondgötter wurde, wie Helena Blavatsky behauptet, zu der frühesten Entstellung des großen ursprünglichen Glaubens an die Sonnengötter. Und wie wir weiter sehen werden, führte zur Verfolgung und Vernichtung des Sonnenkults im Mittelalter und in den Folgejahrhunderten.

Wenden wir uns noch einem Zitat aus dem „Lexikon der Geheimlehren“ zu, das erklärt, warum das Bildnis von Serapis als einer der Osiris-Aspekte Zodiakalzeichen enthält.

„Als Sonnengottheit hatte er (Osiris) zwölf kleinere niedere Götter – zwölf Zodiakalzeichen. Obwohl sein Name „Unausspechlich“ ist, trägt jedes seiner 42 Attribute einen seiner Namen, und sieben seiner zweifachen Aspekte vollenden neunundvierzig, oder 7x7; die ersten sind durch vierzehn seiner Körperglieder symbolisiert, oder zweimal sieben.“

Somit verfügt Osiris über eine ganze Hierarchie der niederen Gottheiten (darunter auch der Götter des Zodiakus), die seine geistige Quintessenz enthalten.

Jeder Aspekt verdichtet sich allmählich und nimmt Züge an, die einer immer dichteren Existenzebene, bis an die physische, eigen sind.

„Die vier wesentlichen Aspekte von Osiris waren Osiris-Ptah (das Licht), der geistige Aspekt; Osiris-Horus (der Verstand), der mentale manasische Aspekt; Osiris-Lunus, der „lunarische“ oder psychische, astrale Aspekt; Osiris-Typhon, der dämonische oder physische, materielle, deshalb der leidenschaftliche, wilde Aspekt. In diesen vier Aspekten symbolisiert er das zwiespältige Ich – das Göttliche und das Menschliche, das Kosmisch-geistige und das Irdische.“

Wie Helena Blavatsky betont, „ist die ägyptische Konzeption die bedeutungsvollste und majestätischste, weil sie den ganzen Bereich des physischen und metaphysischen Gedankens umfasst… So verschwindet Gott im Menschen, und der Mensch wird zum Gott.“ („Lexikon der Geheimlehren“).

Dieser tiefe Sinn der alten Glaubensvorstellungen, der das Evolutionsziel des Weltalls und des Menschen enthielt, ist allmählich verloren gegangen und schlug in das glatte Gegenteil um: Die Sonnengötter wurden mit dem Bösen identifiziert, zu heidnischen Götzen und Dämonen erklärt sowie durch neue Götter ersetzt.

 

Das Symbol der Schlange

Sehen wir uns an, wie Serapis in den ersten Jahrhunderten v. Chr. und in den ersten Jahrhunderten n. Chr. dargestellt wurde.


1. . Isis-Thermuthis, Serapis-Agathodämon und Osiris-Kanopus. Stele der griechisch-römischen Zeit. Museum in Leiden.
2. Serapis-Dionysius und Isis. Stele aus Kalkstein. 1. Jh. v. Chr.
3. Serapis-Agathodämon (ein Schlangengott, der in Alexandria und Umgebung verehrt wurde), Bronze, Nationales Museum, Athen

 

Das Symbol der Schlange ist das älteste und geht auf die Zeiten der Erschaffung der Erde als Planeten der physischen Ebene zurück und assoziiert sich mit dem „Geist Gottes“, dessen Atem die kosmische Materie „ausgebrütet hat“ – analog zu dem, wie Schlangen Eier ablegen.

In „Isis entschleiert“ (Band II) wird von der Deutung des ursprünglichen Schlangenkults durch Eingeweihte erzählt.

„Im Band I haben wir ein Zitat aus dem Schlangenmantra in „Aitareya Brahmana“ angeführt, ein Auszug, wo die Rede von der Erde als von „Sarparajni“, der Schlangenkönigin und der „Mutter von allem, das sich bewegt“ ist. Diese Ausdrücke beziehen sich auf die Tatsache: bevor unser Planet eiförmig oder rund wurde, gab es einen langen Streifen von kosmischem Staub oder Feuernebel, der sich wie eine Schlange bewegte und wand. Es war, wie im Kommentar, der Geist Gottes, der sich auf dem Chaos bewegte, bis sein Atem die kosmische Materie ausbrütet hatte und ihm die ringförmige Gestalt einer Schlange mit dem eigenen Schwanze im Munde hat annehmen lassen – wodurch die Ewigkeit in ihrem geistigen und unsere Welt in ihrem physischen Sinn symbolisiert wird.“

Der Symbolismus der Schlange wurde in verschiedenen Aspekten der Evolutionsprozesse genutzt, sowohl für den Planeten, als auch für die Menschheit.


Die Abbildung der frühchristlichen Zeit. Die Schlange wurde mit Jesus Christus identifiziert.

„Gemäß den Vorstellungen der ältesten Philosophen… streift die Erde wie eine Schlange ihre Hülle ab und erscheint nach jedem der kleinen Pralaya (Ruheperiode) in einer neuen, und nach dem großen Pralaya ersteht sie oder offenbart sich aus ihrem subjektiven Zustand in den objektiven. Wie eine Schlange „streift sie nicht nur ihr Alter ab, - sagt Sanhuniathon, - sondern nimmt größere Dimensionen und Kraft an.“ Eben deshalb wurde nicht nur Serapis, sondern später auch Jesus als eine große Schlange dargestellt.“ („Isis entschleiert“, Band II)

Am Prozess der menschlichen Evolution haben Nagas, die uralten Schlangen teilgenommen, welche in der „Geheimlehre“ als „Söhne von Willen und Yoga“ bezeichnet werden. Die Nagas wurden am Anfang der Dritten Rasse erzeugt. In altindischen Sagen über einige Rishis und ihre Nachkommenschaft handelt es sich darum, dass „Pulastya (die vom Brahma selbst erschaffene Gottheit) als Vater aller Schlangen und Nagas dargestellt wird – eigeborener Herkunft.“

In der Geheimlehre erscheinen die ersten Nagas – Wesen weiser als die Schlangen – als die Söhne „von Willen und Yoga“, geboren vor der vollständigen Trennung der Geschlechter, „gereift in den menschentragenden Eiern, die durch die Kraft (Kriyashakti – des Gedankens) der heiligen Wesen“ der frühen Dritten Rasse hervorgebracht sind.“

Somit versinnbildlichte die Schlange die göttliche Weisheit. Darum wurden viele Gottheiten als Schlangen, oder mit Schlangen und Drachen als Attributen dieser Weisheit dargestellt.

Weiterhin wurde die Schlange nicht nur zum Symbol der Götter, sondern auch zum Symbol des Adepten.

„Schlange und Drache waren Namen, welche den Weisen gegeben wurden, den initiierten Adepten der alten Zeit.“ („Geheimlehre“, Band I)

Erst in späteren Jahrhunderten begann die Gestalt einer Schlange sich mit dem Bösen zu assoziieren.

 

Der Kult von Serapis


Der Name von Serapis in ägyptischen Hieroglyphen. Die letzte Hieroglyphe bedeutet „Gott, König

Es gibt verschiedene Herkunftsversionen des Serapis-Kults. Die verbreitetsten weisen auf das 4. Jahrhundert v. Chr. als auf das früheste Datum der Erwähnung in gefundenen historischen Quellen hin.



Büste von Serapis. Marmor. III. Jahrhundert n. Chr. Gefunden in Karthago, Tunesien

So handelt es sich in den Werken des altgriechischen Historikers Arrian „Anabasis Alexandrou“ und des Philosophen Plutarch „Die Lebensbeschreibung Alexanders“ darum, dass Serapis nicht nur ein Tempel in Babylon gewidmet worden ist, sondern er ist auch der einzige Gott gewesen, der im Zusammenhang mit dem Tode von Alexander dem Großen im Jahre 323 v. Chr. in Babylon erwähnt worden ist. Es gibt einigen Historikern den Anlass zu denken, dass der Kult von Serapis in Babylonien entstanden ist.

In „Isis entschleiert“ von Helena Blavatsky (Band II) geht es um folgendes:

„In jener Zeit wurden griechische, asiatische und ägyptische Ideen wesentlich verändert. Die Mysterien von Dionysos-Sabazios wurden durch die Mithras-Riten ersetzt, dessen „Höhlen“ die Tempel des bisherigen Gottes von Babylonien bis Britannien verdrängt haben. Serapis oder Sri-Apa aus Pontos usurpierte den Platz von Osiris. Der König des östlichen Hindustans Ashoka hat die Religion von Siddhartha angenommen und Missionare nach Griechenland, Asien, Syrien und Ägypten geschickt, das Evangelium der Weisheit zu verkünden… Die Sagen über Gautama haben die Mythen über Horus, Anubis, Adonis, Atis und Bacchus verdrängt“.

Aus diesem Auszug erfahren wir folgendes: die Rede ist von 4.-3. Jahrhunderten v. Chr., weil der König Ashoka in den Jahren 304 – 232 v. Chr. gelebt hat; der Kult von Serapis existierte in jener Zeit in Pontos – so wurde auf Altgriechisch eine Gegend im nordöstlichen Teil Kleinasiens genannt, die im Norden ans Pontos Euxeinos (Schwarze Meer) grenzte. Und im religiösen Leben der Völker vollzogen sich bedeutende Umwandlungen.



Ägypten, Babylonien und Pontos auf der Karte der antiken Welt

Es kann sein, dass diese Umgestaltungen darunter auch mit den Feldzügen von Alexander dem Großen verbunden waren, denen zufolge die Bewegung großer Menschenmengen entstand. So erschien in Ägypten Ende des 4. Jahrhunderts v. Chr. eine große Anzahl an Griechen und Mazedonier, und die Einführung des Serapis-Kults konnte zum Mittel ihrer Vereinigung miteinander sowie mit den Einheimischen, d.h. zum Vereinigungsmittel der ägyptischen und griechischen religiösen Traditionen werden. Laut dem Lexikon des Alten Ägypten „sollte diese Gottheit „gemäß ihrer Herkunft“ mit den Göttern des ägyptischen Pantheons verbunden sein, weil die heilige Macht über ein bestimmtes Gebiet im Altertum nur jener Gott haben konnte, der einheimischer Herkunft war. Eben deshalb hat der Serapis-Kult seinen Ursprung im Kult des Osiris-Apis von Memphis.“

Die Entstehung des Namens Serapis wird so ausgelegt: Osiris + Apis = Osiris-Apis / Oserapis / Serapis oder Sarapis (unterschiedliche Aussprache je nach den Dialekten).


Ptolemaios I. Soter
(ca. 360 - ca. 282 BC)

Die verbreitetste der Herkunftsversionen des Kults von Serapis besteht darin, dass bei Ptolemaios I. Soter ein Versuch unternommen wurde, die Gestalt einer synkretischen (d.h. verschiedene Glaubenslehren vereinigenden) Gottheit – Serapis zu bilden.

Ptolemaios war von Jugend auf Freund von Alexander dem Großen, dann Heerführer in seiner Armee, und nach dem Tode von Alexander – König von Ägypten (regierte in den 323-283/282 Jahren v. Chr.). Er ist Begründer der Ptolemäerdynastie.

Laut Plutarch sah König Ptolemaios einen Traum, in dem ein ihm unbekannter Gott (Serapis) ihn beauftragte, die heilige Statue aus der Stadt Sinope zu stehlen und sie nach Alexandria zu bringen, was mit dem Segen des Delphischen Orakels auch getan wurde. Die Priester haben in der Statue den Gott Serapis erkannt.

Laut dem Lexikon des Alten Ägypten haben die ersten Ptolemäer Serapis nicht nur unter die ägyptischen Götter versetzt, sondern auch zum oberen Gott, Schutzherrn der neuen königlichen Dynastie und der neuen Hauptstadt des Landes - Alexandria gemacht. Die Stadt wurde von Alexander dem Großen im Nildelta angelegt und war bis zu den IV.-V. Jahrhunderten n. Chr. eines der bedeutendsten Zentren der hellenistischen Welt.

Serapis wurde das Serapeum – ein majestätischer Tempel in Alexandria, genauer in Kanopus, einer Stadt nicht weit von der Hauptstadt gewidmet. Dieser Tempel, den Ptolemaios III. (regierte von 246 bis 222 v. Chr.) bauen ließ, war das Hauptsakralzentrum der Gottheit und war für seine wunderbare Heilkraft berühmt. Das zweitwichtigste Zentrum der Verehrung war Memphis.

Aus den Beschreibungen geht hervor, dass das Serapeum von Alexandria der größte Serapis geweihte Tempel war. Außer Bildnisse des Gottes war dort eine Abteilung der Bibliothek von Alexandria untergebracht.

So hat den Tempel der altrömische Historiker Ammianus Marcellinus beschrieben:

„In der Stadt [Alexandria] gibt es sehr hohe Tempel. Das Serapeum hebt sich von den anderen ab. Meine Sprache ist nicht gut genug, um es zu beschreiben. Geräumige Höfe, die von Kolonnaden umgeben sind, Statuen, die Leben atmen, und viele andere Kunstwerke, all das ziert es so, dass nach dem Kapitolinischen Tempel, dank dem das vielgerühmte Rom sich verewigt, das Universum nichts Großartigeres kennt. In diesem Tempel sind Buchschätze unermesslichen Wertes untergebracht worden“.

Die Serapis-Statue, die vom Bildhauer Briaksid für das Serapeum von Alexandria geschaffen worden war, stellte eine männliche Figur mit Bart Zeus ähnlich dar, im Chiton, auf dem Thron sitzend, mit Kopfbedeckung Modius (Scheffel / Getreidemaß) und, gemäß einer anderen Version, Kalathos (Symbol der Fruchtbarkeit und des Überflusses). Der Kalathos war mit der Abbildung der Ähren und der Olivenzweige gezehrt. In der linken Hand der Serapis-Statue ist ein Zepter, mit der rechten stützt sich der Gott auf den Kopf des schrecklichen Hundes Kerberos (oder Zerberus), was von der unterirdischen Symbolik der Gottheit zeugt.



Serapis auf dem Thron (Abbildung aus dem XIX. Jahrhundert) und eine Statue von Serapis im Hermitage-Museum

 

Serapis wurde oft als griechischer Gott, aber mit ägyptischen Attributen dargestellt, die in sich Ikonografie vieler Kulte vereinigten, welche Überfluss und Auferweckung versinnbildlichten.

Serapis hat in sich viele Götter vereinigt. Wie Osiris galt er als Patron der Fruchtbarkeit und des Landes der Toten. Griechen haben Serapis mit Poseidon, dem Herrscher des Wasserelements identifiziert, deshalb haben sie seine Abbildungen im Vorschiff befestigt. Als Sonnengott wurde Serapis mit Apollon und Helios identifiziert, als Beherrscher aller Götter – mit Zeus selbst, als Heiler – mit Asklepios, als Gott der Fruchtbarkeit – mit Dionysos und anderen Göttern.

In der „Geheimlehre“ (Band II) steht:

„Aeskulap, Serapis, Pluto, Esmun und Kneph sind alle Gottheiten mit den Attributen der Schlange… Sie sind alle Heiler, Verleier von geistiger und körperlicher Gesundheit, und Erleuchtung.“

In der römischen Zeit wurde Serapis als Heiler verehrt, welcher Fragen des Lebens und des Todes lösen konnte. Zu ihm kam man wie zu einem Orakel, um Prophezeiungen zu hören, man bat ihn um Befreiung von Unglück, um Dienstbeförderung. Es führte dazu, dass Serapis nicht einfach als die obere Gottheit, sondern als die höchste transzendente Gottheit wahrgenommen wurde, an die man sich mit jeder Bitte wenden konnte.

Im 3.-1. Jahrhunderten v. Chr. zur Zeit der Ptolemäerregierung hat sich dieser Kult in Kleinasien, Griechenland und im nördlichen Schwarzmeergebiet weit verbreitet. Zu Ehren Serapis wurden über Tausend Statuen, Tempel und Denkmäler hingestellt. Die Serapis-Tempel tauchten in vielen Orten außerhalb Ägypten auf, wo griechische Bevölkerung wohnte. In Griechenland wurden die Serapis gewidmeten Heiligtümer in der heiligen Apollo-Stadt – Delphi, in Korinth, in einer der Städte Böotiens (Gebiet in zentralem Griechenland) geöffnet, die Serapis-Anbetung wurde in Athen eingeführt.

In den Heiligtümern wurden kleine und große Mysterien durchgeführt. Die kleinen Mysterien waren Isis gewidmet und galten für Profanen; die großen Mysterien waren Serapis und Osiris geweiht, an denen konnten nur Priester teilnehmen, die schwere Proben während der Einweihung im Serapis-Tempel abgelegt hatten.



1. Ruinen des Serapeums in Alexandria, Ägypten.
2. Der schwarze Sarkophag in den unterirdischen Galerien des Serapeums in Sakkara, Ägypten.

 

In römischer Zeit wuchs die Beliebtheit von Serapis weiter, und häufig nahm er die Rolle des Ehegatten von Isis in Tempeln außerhalb Ägyptens an. In Rom wurden Gottheiten z.B. in dem auf dem Marsfeld gebauten Isis- Serapis-Tempel verehrt.

Von der Verbreitung des Kults zeugen zahlreiche Funde. Serapis-Bildnisse sind sehr häufig auf Münzen der hellenistischen Zeit anzutreffen, seine Statuetten waren ein unbedingter Bestandteil der Wohnhäuser, als Schutzamulette wurden sie an Türen, Fenster, Wände geheftet. Reliefbildnisse von Serapis gibt es auf Medaillons, Leuchten, Altären.



Serapis auf einer Billon-Tetradrachme (Münze). Alexandria, Ägypten.
Eine römische Terrakottaöllampe von der Insel Samos mit Serapis-Bildnis.

 

Im Laufe von 700 Jahren, d.h. von 28 (!) Generationen, war Serapis die obere Gottheit Ägyptens und Griechenlands. Aber Ende des 4. Jahrhunderts n. Chr. begann der echte Kreuzzug gegen „Heiden“, zu denen Anhänger alle mystischen Religionen gezählt wurden.

 

Wie christliche Väter Serapis zum Teufel verwandelt haben

Der Niedergang des Kults von Serapis fing mit der Vernichtung des Hauptheiligtums an – des Tempels von Alexandria und der dort befindlichen herrlichen Statue des Gottes, was auf Befehl des römischen Kaisers Theodosius I, eines resoluten und schonungslosen Herrschers getan wurde.

Wie Wikipedia uns mitteilt, hat Theodosius „mit dem vom Kaiser Konstantin eingeführten religiösen System gebrochen, das die Neutralität des Staates gegenüber vielfältigen religiösen Kulten und Bekenntnissen der Bürger des Reiches zum Großteil wahrte. Unter Theodosius wurden die christlichen Glaubensvorschriften nicht als Ergebnis der freien Besprechung in kirchlichen Kreisen festgesetzt, sondern per Regierungserlässe für gültig erklärt.“ Theodosius legte die christliche Formel von Nicäa als die einheitliche staatliche Religion fest, verfolgte andere religiöse Strömungen im Christentum als häretische und verbot heidnische Kulten – gerade dafür verdiente er von christlichen Schriftstellern das Epitheton „der Große“.

Römische Soldaten stürmten in den Serapis-Tempel von Alexandria herein, vernichteten die Statue, verbrannten die Bibliothek, die sich im Tempel befand, zerstörten das Gebäude. Der Historiker der Kirche Sokrates berichtete später, dass Äxte infolge der Schläge gegen die Statue zerbrochen, und die Krieger im Fundament des zerstörten Tempels das Christusmonogramm gesehen hatten.

Es ist hier am Platz, uns dem „Lexikon der Geheimlehren“ von Helena Blavatsky zuzuwenden, wo es sich im Artikel über Osiris um die Verbindung der ägyptischen und christlichen Götter handelt.

Im Artikel wird eine phönikische Aufschrift angeführt, in der Osiris Eloha genannt wird. Zur gleichen Zeit ist Eloch (Eloah, Elohim) ein Titel von Jehova, dem Gott der Juden (der Terminus wird im Laufe der ganzen hebräischen Heiligen Schrift erwähnt, angefangen mit Genesis 1:1). Helena Blavatsky zitiert den Verfasser, der sich über die Ähnlichkeit von Osiris und Jehovah Gedanken macht:

„…ist die Frage unvermeidlich, die eine demütige Antwort erfordert – welchen Sinn diese zwei Sätze enthüllen sollten – entsprechend Osiris-Eloha und Jehova-Eloha. Mir meinerseits scheint nur eine Antwort passend zu sein, und zwar, dass Osiris Nationalgott Ägyptens, Jehova – Israels war, und dass Eloha Deus, Gjtt oder Dieu (Gott, Gottheit) entspricht.“

Osiris und Jehovah sind die Elohim und die Logoi – wie geoffenbarte Gottheiten jeder Nation und jedes Volkes, wie äußere Erscheinung und Folge der ewig verborgenen Ursache. Die Natur Jehovas ist jedoch nicht die Sonnen-, sondern Mondnatur, was in der „Geheimlehre“ (Band II) erwähnt wird: „… in Wirklichkeit ist Jehova nur ein „Mondgott“ und ein Gott der „Zeugung“.

Und weiter ist im Artikel die Rede von der Ähnlichkeit der Legenden über Osiris und Christus:

„Was seine menschliche Entwicklung betrifft, ist er (Osiris) laut dem Verfasser von „Egyptian Belief“ einer der Erlöser und Befreier der Menschheit. Als solcher ist er in dieser Welt geboren. Er ist als Wohltäter gekommen, um den Menschen von Sorgen zu befreien. In seinen Anstrengungen, Gutes zu tun, begegnet er dem Bösen… und erleidet immer eine Niederlage. Er wird getötet… Osiris ist beerdigt. Sein Grab dient jahrtausendlang als Pilgerstätte.

Im Sarg ruhte er aber nicht. Nach Ablauf von drei Tagen, oder von vierzig, ist er wieder auferstanden und zum Himmel aufgestiegen. Das ist Geschichte seiner Menschheit“ („Egypt. Belief“). <…> … das beweist auch die Tatsache, dass man die Sage über Christus fast in allen ihren Einzelheiten Jahrtausende vor der christlichen Zeit finden kann, und dass es Kirchenvätern nichts anderes blieb, als diese der neuen Person einfach anzuwenden“, – schlussfolgert Helena Blavatsky.

Generell gibt es in Bibeltexten eine Menge von Parallelen mit altägyptischen Schriften, angefangen mit der Verkündigung der baldigen Geburt des künftigen Erlösers den Müttern von Osiris und Jesus durch göttliche Wesen und abgeschlossen mit der Auferstehung der beiden nach dem Tode.



Vergleicht zwei Abbildungen. Auf der altägyptischen Freske ist Osiris als ägyptisches Kreuz Anch (Symbol des ewigen Lebens) mit der Sonne in den Händen und zwischen zwei Frauen (seinen Schwestern) dargestellt. Auf der christlichen Abbildung ist Jesus auf dem Kreuz, mit Sonnennimbus, umgeben von zwei Marias dargestellt.

 

Geistliche der christlichen Kirche im IV. Jahrhundert n. Chr. haben jedoch die Verbindung zwischen Serapis (Osiris in seinem höchsten Aspekt) und Jehova, oder die Verbindung zwischen Osiris-Serapis und Christus nicht für möglich gehalten, für sie waren Serapis und andere vorchristlichen Götter nichts mehr als heidnische Götzen. Und alles Fremde sollte ihrer Meinung nach für das Böse erklärt und vernichtet werden. Damit wurde die römisch-katholische Kirche ferner erfolgreich fertig, indem sie die Verehrung der heidnischen Götter für einen Vertrag mit dem Teufel erklärt hat.

So wird über diese schwierigste Periode der Geschichte in „Isis entschleiert“ (Band II) erzählt:

„Wenden wir uns nun kurz dem Teufel der Europäer zu. Er ist der für Zaubereien, Hexerei und alles andere Unheil verantwortliche Geist. Die Kirchenväter hatten die Idee von den Pharisäern übernommen und machten Mithras, Serapis und andere heidnische Götter zu Teufeln. Daraufhin verteufelte die Katholische Kirche die Gottesdienste der Heiden als Kommunikation mit den Mächten der Finsternis. Für sie waren die Malefeci, die Hexen des Mittelalters, nichts anderes als Anhänger eines verbotenen Kultes. Aber in allen Epochen der antiken Welt wurde die Magie als göttliche Wissenschaft verehrt, als Weisheit und Gotteserkenntnis. Zum Beispiel war die in den Tempeln des Aeskulap und den heiligen Stätten Ägyptens und des gesamten Ostens praktizierte Kunst immer Teil der Magie. <…> Alles hatte sich geändert. Ignoranz war zur Mutter aller Frömmigkeit geworden, Bildung war verschrien, und hervorragende Gelehrte mussten bei ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit um ihr Leben bangen. Um ihre Ideen vor der Öffentlichkeit zu verbergen, waren sie gezwungen, sich einer speziellen Ausdrucksweise zu bedienen, die nur ihren Adepten verständlich war; Schmähungen, Verleumdungen und Armut waren ihr Schicksal.“

Die Mondgötter triumphierten!

In den folgenden Jahrhunderten wurden auf den Scheiterhaufen der Inquisition so viele „Hexenmeister“- Anhänger des verbotenen Kults verbrannt, dass die Serapis-Verehrung auf den Territorien der christlichen Welt völlig vernichtet wurde. Der Name der Gottheit ist nur in historischen Dokumenten, Skulpturen und anderen Kunstwerken geblieben.

Aber verschwunden als personifizierte, von Völkern verehrte Gottheit, verschwand Serapis nicht als ein großer Meister.

 

Ein Blick in die Vergangenheit. Einige irdische Inkarnationen von Serapis

Ehe für 700 Jahre eine Gottheit für die hellenistische Welt zu werden, hatte Meister Serapis eine Reihe anderer Hypostasen, Auskünfte über welche wir dem Buch von Mark Prophet und Elisabeth Clare Prophet „The Masters and their Retreats“ (Die Meister und ihre Refugien“) entnehmen können (Dieses Kapitel wurde anhand dieses Buches geschrieben worden).

Im Buch steht geschrieben, dass Serapis von Venus gemeinsam mit dem Alten an Tagen, Sanat Kumara, gekommen ist, um das heilige Feuer in den Herzen der vom rechten Wege abgekommenen Menschheit erneut anzuzünden.

Er war Priester im Tempel der Aszension in Atlantis, Bewahrer der Flamme der Aszension, und vor dem Versinken von Atlantis trug er die Flamme nach Luxor in Ägypten hinüber.

In Luxor ließ Serapis mit den ihn begleitenden Brüdern einen neuen Tempel der Aszension errichten, und seit der Zeit inkarnierten sie in Ägypten, um die Flamme im Tempel zu unterhalten.

Im Laufe dieser Leben leitete er die Errichtung der erhabensten architektonischen Bauten, darunter war er Architekt der Großen Pyramide, die mehr als vor 2500 Jahren v. Chr. erbaut wurde.

Seine Aszension verschob Serapis Bey ungefähr bis zum 400. Jahr v. Chr.

Serapis inkarnierte als ägyptischer Pharao Amenhotep III. (regierte vom 1388 bis 1351 v. Chr.), als Sohn von Thutmosis IV. und Enkel von Thutmosis III. (Inkarnation von Kuthumi). Sein Sohn und Thronfolger war Amenhotep IV, der als Echnaton bekannt ist.

Die Regierungszeit von Amenhotep III. wird als eine der größten Perioden des Aufschwungs der altägyptischen Zivilisation betrachtet. Der Pharao pflegte friedliche diplomatische Beziehungen zu allen Ländern die meiste Zeit seiner Herrschaft. Ein Teil seiner unzähligen Schätze wurde für Errichtung majestätischster Tempel und Schlösser ausgegeben. Der Pharao ließ den am Ufer des Nils liegenden Karnak-Tempel erweitern und einen Gedenktempel erbauen, dessen Baureste heute als Kolossen - die aus einem Stück Gestein geschnittenen und am Nilufer gefundenen Statuen, bekannt sind.

Zum größten Werk des Pharao wurde der Luxor-Tempel, dessen Bruchstücke bis heute gut erhalten geblieben sind. Seiner Geometrie und dem Baugedanken nach stellte dieser Tempel das Lehrbuch der fortgeschrittenen Wissenschaft, Kunst und Philosophie dar. Heute ist der Luxor-Tempel die physische Fortsetzung des ätherischen Refugiums – des Tempels der Aszension.

 



1. Die Kolossen stellen den Pharao Amenhotep III. dar, befinden sich gegenüber Luxor, auf dem gegenüberliegenden Nilufer.
2. Der Luxor-Tempel.

 

Serapis inkarnierte auch als König von Sparta Leonidos (regierte von 491 bis 480 v. Chr.). Er war Feldherr der Griechen, die dem Einfall der zahllosen persischen Armee am Engpass im Gebirge bei den Thermopylen heldenmütig Widerstand leisteten. Der Engpass bildete das Tor zum Zentralgriechenland.

Innerhalb von zwei Tagen hielt Leonidas das bedeutend überlegene persische Heer unter Leitung von König Xerxes auf. Am dritten Tag kämpften Leonidas und die 300 Spartiaten, seine persönliche Garde, bis auf den letzten Mann. Ihr heldenmütiger Widerstand erlaubte der griechischen Marine sich zurückzuziehen und später die Perser vernichtend zu schlagen.

Vorbild Leonidas half, die nationalen Züge des griechischen Volkes herauszubilden. Historiker nennen diese Schlacht das Vorbild für den höchsten Mut und die Kühnheit, die in der gerechten Schlacht gegen den weit überlegenen Feind an den Tag gelegt wurden.

Wie die Prophets behaupten, waren diese 300 Spartiaten die 300 Chelas von Luxor, die mit Serapis in Verkörperung waren. Es waren außerordentlich mutige Menschen. Einige von ihnen sind heute Aufgestiegene Meister, andere bleiben in Verkörperung.

Serapis Bey inkarnierte als Bildhauer Phidias, der im 5. Jahrhundert v. Chr. in Athen lebte und als einer der größten griechischen Bildhauer galt. Sein Ruhm war enorm.

Er war Baumeister von Parthenon, leitete die komplizierten Errichtungsarbeiten. In Parthenon stellte er eine 12m hohe Statue der Athena aus Gold und Elfenbein auf.

 



Bildhauer Phidias und sein Werk – die Statue der Athena Pallas (verkleinerte Kopie)

 

Phidias hat ebenfalls eine riesengroße Zeus-Statue aus Gold und Elfenbein erschaffen, die im Tempel der altgriechischen Stadt Olympia stand. Phidias-Werke, die durch erhabene Schönheit und Geistigkeit gekennzeichnet sind, haben einen tiefen Einfluss auf die nachfolgende Entwicklung der westlichen Kunst ausgeübt.

In hellenistischer Zeit, nach seiner Aszension, wurde Serapis zu einem der bedeutendsten Götter des ägyptischen und griechisch-römischen Pantheons, worüber oben schon berichtet wurde.

 

Serapis Bey ist ein Meister der Weisheit

In seinem aufgestiegenen Zustand half Serapis Bey (bey ist ein türkischer Titel und Rang, ursprüngliche Bedeutung ist Führer) und hilft weiter der Menschheit, wie auch andere Meister, die uns vor Millionen Jahren mit einem „Funken“, dem Christus-Selbst, der göttlichen Partikel des Feuers – einem Teil von sich selbst beschenkt haben. (Über den Prozess „des Falls der Engel in die Zeugung“ wird im Buch von T.N. Mickushina „Gut und Böse. Eine persönliche Lektüre der „Geheimlehre“ von H.P. Blavatsky“ erzählt.)

In Briefen und Tagebuchnotizen von Helena Roerich 1933-36 wird erwähnt, dass Serapis der frühere Herrscher von Shambhala ist (sh. den Brief vom 18.11.1935, Tagebuch vom 29.10.1933, 13.12.1936).

Es ist bekannt, dass Serapis Bey gemeinsam mit El Morya und Kuthumi eine große Rolle bei der Gründung der Theosophischen Gesellschaft im XX. Jahrhundert gespielt hat. Wie uns die Prophets mitteilen, waren unter den ersten Briefen, die Adepten und Meister den Gründern der Theosophischen Gesellschaft gesandt haben, die Briefe von Serapis Bey und der Bruderschaft von Luxor.

Serapis leitete die Belehrung als Chelas von Helena Blavatsky und vom Colonel Henry Olcott, der zu einem Mitbegründer der Theosophischen Gesellschaft und ihrem Präsidenten wurde. Innerhalb von sechs Monaten vor der Gründung der Gesellschaft im Jahre 1875, leitete Serapis Henry Olcott eine Vielzahl von begeisternden Briefen mit Belehrungen zu. Der größte Teil dieser Briefe wurde mit goldener Tinte auf starkem grünem Pergament geschrieben, enthielte die eigene Unterschrift von Serapis und das esoterische Symbol der Bruderschaft in Luxor. Viele von diesen Briefen hatten den Serapis kennzeichnenden Aufruf: „Versuche“. Meister Serapis unterstrich die Notwendigkeit, Mut und Furchtlosigkeit zu haben – jene Willenseigenschaften, die er selbst als König Leonidos an den Tag gelegt hatte.

Im XX. Jahrhundert wurde von Serapis Bey über den Gesandten der Großen Weißen Bruderschaft Mark Prophet das Buch „Dossier on the Ascension. The Story of the Soul`s Acceleration Into Higher Consciousness on the Path of Initiation„ übermittelt. Es ist ein wahres Lehrbuch über die Überwindung jener Schwächen, die unsere Ascension stören, sowie eine Belehrung über Beschleunigung des Weges. Im Buch „Dossier on the Ascension“ ist die Rede davon, dass wir täglich aufsteigen, wenn wir jeden Tag alles Mögliche tun. „Alle unsere Gedanken, Gefühle, Alltagsaktivitäten werden gewogen. Wir steigen nicht sofort auf, sondern ein Teilchen nach dem anderen, indem wir durch Bewährungsproben gehen und einen persönlichen Sieg nach dem anderen davontragen.“

Im XXI. Jahrhundert setzte Serapis Bey mit anderen Aufgestiegenen Meistern seine Arbeit über die Gesandte der Großen Weißen Bruderschaft Tatyana N. Mickushina fort.

In den Jahren 2005-2010 hat Serapis Bey über Tatyana Mickushina 12 Botschaften übermittelt, die erste davon am 29. März 2005, die letzte – am 29. Dezember 2010.

In den Botschaften wendet sich der Lehrer an jene, die früher sein Refugium, sein Tempel in Luxor, besucht hatten, und ruft sie auf, sich an die Kenntnisse zu erinnern, die von ihnen im diesem Tempel erworben worden sind.

Und da die Zeiten sich geändert haben, erfolgen heute die Belehrung und Einweihung der Chelas im gewöhnlichen Leben – die Meister benutzen die Umstände unseres Lebens, damit unsere Seelen alles Nötige für die Belehrung erhalten: „… die Umstände eurer Leben nötigen euch das in euch zu überwinden, was euch stört, die Eigenschaften der Demut und des Gehorsams in sich zu erarbeiten.“ (Hier und weiter werden Zitate aus dem „Buch der Weisheit“ angeführt.)

Außerdem erwerben wir Kenntnisse während des Nachtschlafs, wenn wir unbewusst oder vollkommen bewusst die ätherischen Refugien der Meister besuchen. Und damit der Prozess der Belehrung im Schlaf maximal effektiv vor sich geht, empfiehlt Serapis Bey vor dem Schlafengehen Folgendes zu machen:

„Visualisiert vor dem Schlafengehen das Bild meines Refugiums und versucht, Fragen und das, was euer Bedenken erregt, zu formulieren.“

„Der letzte Gedanke vor dem Zubettgehen, bevor euer Bewusstsein euch verlässt, muss darüber sein, unsere heiligen Refugien zu besuchen und der Wunsch - dass die in unseren heiligen Refugien erworbenen Kenntnisse euer Bewusstsein innerhalb des nächsten Tages erreichen.“

In seiner Botschaft „Meine Belehrung den Schülern“ vom 26. Dezember 2007 erzählt der Geliebte Serapis Bey über sich selbst und über seine Aufgabe, der Menschheit zu helfen:

„Ich stehe im Dienst auf dem Vierten Strahl als Hierarch dieses Strahles. Und ihr wisst wohl, dass ich den täglichen Unterricht meinen Schülern in meinem Refugium über Luxor erteile.

Es ist absolut nicht nötig, nach Ägypten zu fahren, um Verbindung mit mir aufzunehmen. Es genügt, meine Gestalt ständig vor eurem inneren Blick festzuhalten und an mich zu denken, besonders vor dem Schlafengehen. Und es genügt dafür, dass ihr in mein Refugium eingeladen werdet und unser Einführungsgespräch stattfindet. <…>

Ich bin der Meister, der euch auf den Weg der Einweihung vorbereitet. <…>

Wie sehr ihr auch strebt, vom Wege abzuweichen, und welche eisernen Argumente euer fleischlicher Verstand auch vorbringt, kommt ihr früher oder später zu mir zu einem Gespräch. Weil ich entscheide, wie ihr euch weiter begebt. Ich sehe den Grad der Bereitschaft von jedem von euch und bestimme im Rahmen der vorhandenen Lebensumstände, wie es für euch besser sein wird, diese oder jene Bewährungsprobe abzulegen.“

Da Serapis ein strenger Lehrer ist, worüber er in seinen Botschaften erzählt, fordert er von seinen Schülern eine außerordentliche Disziplin, wobei er ihnen gleichzeitig hilft, die Disziplin zu beherrschen. „Weil wenn der Schüler sich dem von ihm selbst gewählten Lehrer nicht unterordnet, ist solch ein Schüler nicht berechtigt, von uns belehrt zu werden.

Die Disziplin besteht vor allem in der Beständigkeit der Bemühungen: „durch tägliche Selbstvervollkommnung, tägliche Wahl und Einweihung.“ „Tag für Tag, Jahr für Jahr.“ (14. Juli 2006)

 

Das Wesen der Lehre in der Gegenwart

In den Botschaften des XXI. Jahrhunderts über Tatyana Mickushina redet der Meister Serapis Bey darüber, dass heute eine neue Phase in der menschlichen Evolution begonnen hat: die Phase des Verzichtes auf die Illusion und der Rückkehr der Menschheit in die reale Welt Gottes. Einst haben die Meister der Weisheit uns einen Führer mitgegeben, der der Menschheit helfen wird, heimzukehren, und unser Hauptziel ist, Verbindung zu diesem Führer aufzunehmen.

„… euch ist ein Führer, euer Schutzengel, euer Heiliges Christus Ich mitgegeben. Und dieser Führer muss euch auf den rechten Weg bringen, den Weg der Rückkehr ins Reich Gottes.

Die gesamte äußerliche Lehre, die über diese Gesandte oder jeden anderen unseren Gesandten vermittelt wird, hat zum Ziel, eben eine Verbindung mit dem Teil von euch selbst herzustellen, der weiß, was ihr seid. Und je beständiger diese Verbindung mit eurem realen Teil ist, desto schneller wird für eure Individualität der Weg der Heimkehr.“ (29. März 2009)

Alle Proben, die wir im Leben ablegen, und Einweihungen, die wir erhalten, sind darauf gerichtet, den Widerstand unseres Egos, unseres illusorischen Teiles zu überwinden und eine Verbindung zu unserem unsterblichen Teil herzustellen.

Übrigens behauptet Serapis Bey, dass wir diese Wahrheit noch in der alten Lemuria und in Atlantis, in allen jemals auf der Erde existierten Mysterienschulen der Vergangenheit und Gegenwart gelernt haben. Und wir müssen uns nur auf unsere Ursprünge besinnen und gemäß dem Plan Gottes zu den zurückkehren.

Der Lehre Serapis legen einige wichtige Belehrungen zugrunde, ohne die es unmöglich ist, sich dem Ziel zu nähern.

1. Die Verantwortung für alle Gegebenheiten des Lebens bekennen

„Das erste Gebot, das ich euch erlasse, besteht darin, dass ihr einsehen sollt, dass niemand an der Lage und Stelle auf dem Pfad schuld ist, die ihr zum gegenwärtigen Zeitpunkt habt. Nur ihr selbst seid für alle Gegebenheiten eurer Leben verantwortlich. Und sobald ihr die These meiner Lehre einseht, werdet ihr für Wahrnehmung sehr vieler Weisheiten offen sein, die bisher von eurem Bewusstsein blockiert waren.“ (14.Juli 2006)

Durch unsere Wahl, eine große oder kleine, gestalten wir Ursachen dafür, was mit uns in Zukunft geschehen wird. Und darum dürfen wir niemanden unserer Leiden beschuldigen außer uns selbst.

Aus dieser Belehrung folgt die zweite, die schwieriger zu erfüllen ist.

2. Absolut alle Ereignisse, die uns passieren, mit Demut annehmen

„… Hauptbedingung für Bestehen einer Probe ist – alles mit Demut anzunehmen, was auch in der Außenwelt euch passieren mag.

Hört ihr mich? Absolut alles. Euch kann nichts von dem passieren, was ihr selbst nicht geschaffen hättet. Alle Umstände eures Lebens fügen sich durch eure Wahl und eure Reaktion auf die Umgebung in eurem Leben.

Also brauchen viele für die Annahme dieser schlichten Wahrheit hunderte und tausende Inkarnationen.

Wenn ihr auf Schwierigkeiten in eurem Leben stoßt, ist das erste, was ihr in unfassbarer Weise zu tun anfängt – zu suchen, wer an der außen entstandenen Situation schuldig ist.

Glaubt mir, in 99 Prozent der Fälle stoßt ihr auf jene Umstände in euren Leben, deren Ursachen ihr selbst früher geschaffen habt. Und in einem Prozent der Fälle sind eure Schwierigkeiten eine Probe, die ich oder jemand von den Meistern, die euren geistigen Fortschritt leiten, euch geben kann.

Ihr lernt weiter in unseren Schulen und legt Prüfungen weiter ab, bis diese erste und von euch am schwierigsten annehmbare Wahrheit angenommen wird.“ (26. Dezember 2007)

Und sobald diese Wahrheit von uns angenommen wird und sobald wir lernen, auf alles, was uns passiert, richtig zu reagieren, gilt es für Meister als Zeichen unserer Bereitschaft „unsere Schüler zu werden, und im äußeren Bewusstsein fängt ihr an, unsere innere Verbindung auf der feinstofflichen Ebene einzusehen. Meine fortgeschritteneren Schüler sind fähig, sich mit mir im Nu mit Hilfe des Gedankens zu verbinden und in ihrem Herzen die Antwort auf alle oder fast auf alle gestellten Fragen zu erhalten…

Auf diese Weise erfolgt unsere Arbeit, die Arbeit der Brüderschaft mit der Menschheit der Erde.“ (26. Dezember 2007)

3. Die Hierarchie verehren

„Das Verehren der Hierarchie, der Lehrer ist eine sehr wichtige Eigenschaft auf dem Wege. Weil ihr ohne Verehrung des Lehrers auf dem Wege nicht weiter kommen könnt.“

Wir bieten euch einen geprüften Weg, der auf Guru-Chela Beziehungen und dem Weg der Einweihungen basiert, wenn ihr freiwillig die Stufen der Hierarchie betretet und unsere Hilfe und Unterstützung erhaltet.“ (14.Juli 2006)

Es ist der jahrhundertelang erprobte Weg, auf dem uns die großen Eingeweihten der Vergangenheit geführt haben.

4. Meister um Hilfe bitten

„Ich leiste euch die ganze Hilfe, die euch geleistet werden kann, bittet nur um Hilfe. Weil dann, wenn ihr in eurer Überheblichkeit nicht einmal um Hilfe bitten könnt, können wir euch nicht helfen. Seid nicht verlegen und räumt aus eurem Bewusstsein alles weg, was euch stören kann, um unsere Hilfe und Unterstützung zu bitten. Ihr wisst, dass das Gesetz dieses Weltalls euch freien Willen gewährt hat, und wir dürfen nicht euren freien Willen brechen und euch ohne eure Bitte und euren Ruf Hilfe leisten. Aber wenn der Ruf ausgesprochen ist, sind wir verpflichtet, zu antworten. Und wir werden euch die ganze mögliche Hilfe und Unterstützung leisten.“ (22. Dezember 2006)

5. In sich Treue, Liebe, Dankbarkeit kultivieren

„… noch eine wichtige Belehrung… kultiviert in euch Treue und Liebe. Fürchtet nicht, uns in jenen Augenblicken zu danken, wenn ihr grundlose Begeisterung empfindet und bereit seid, die ganze Welt zu lieben und zu umarmen. Sendet uns eure Liebe.“ (22. Dezember 2006)

Das ist das Gesetz des Energieaustauschs im All: uns wird gegeben und wir müssen zurückgeben.

6. Reale Arbeit leisten, das neue Bewusstsein und die neue Denkweise in die Welt tragen

„Wir rufen euch nicht nur zum Gebet auf, wir rufen euch dazu auf, dass ihr bereit seid, reale Arbeit auf der physischen Ebene zu erledigen. Es bedeutet nicht, dass ihr alles stehen– und liegen lassen und dorthin stürzen müsst, wohin wir zeigen. Ihr müsst in erster Stelle das Göttliche Bewusstsein und die Göttlichen Muster in den Ort auf der Erdkugel tragen, wo ihr lebt, in eure Familie, auf euren Arbeitsplatz. Ihr und nur ihr seid fähig, das neue Bewusstsein in die Welt zu tragen. Und ich sehe vor, dass es für euch nicht leicht sein wird, das zu tun. Von euch wird bedurft, eine große Tat zu vollbringen, viele große Taten, weil alles, was euch umgibt, euch widerstehen wird. Und vor euch wird eine Schwierigkeit nach der anderen entstehen, eine Hindernis nach der anderen. Es ist sehr kompliziert, in der Umwelt zu handeln, und es ist sehr schwierig, der Welt das neue Bewusstsein und die neue Denkweise zu tragen.“ (24. Juni 2007)

„Es steht euch bevor, die Göttlichen Verhaltensmuster zu verfechten, ohne sich in den Kampf miteinzubeziehen. Es steht euch bevor, das Göttliche Gesetz zu verfechten. Und ihr werdet dieses Gesetz in euren Leben demonstrieren müssen. Sehr viele haben in der Vergangenheit die neuen Muster, die neue Lebensweise so hart verfochten, dass sie zur Intoleranz und zum religiösen Extremismus gerutscht sind. Ich warne euch, dass ihr eher euer Leben opfern müsst, als einen Ausdruck der Intoleranz und des Fanatismus zulässt.

Von euch wird gefordert, die Tat Christi zu wiederholen, als er gewählt hat, seine Kreuzigung durchzumachen, statt mit Waffe in der Hand das Gesetz zu verfechten.“ (24. Juni 2007)

Meister Serapis nennt uns Kämpfer und gleichzeitig redet er darüber, dass wir uns nicht in den äußeren Kampf miteinbeziehen müssen. Der ganze Kampf, in dem wir einen Sieg erringen müssen, - ist ausschließlich der innere Kampf, der Sieg über sich selbst. Und es ist wahrlich eine Tat, die ständige Disziplin fordert und darin besteht, die möglichst höchste Bewusstseinsebene zu erhalten.

„Ihr seid Kämpfer, aber eure Aufgabe ist nicht, einen unendlichen Kampf auf der physischen Ebene zu führen. Eure Aufgabe ist, zu lernen, den Sieg auf der feinstofflichen Ebene zu erringen. Auf der Ebene eurer Emotionen und Gedanken. Eben damals, wenn ihr den Sieg über eure Gedanken, Gefühle, über eure negative Zustände, die ihr erlebt, erlangt, werdet ihr den Sieg auf der physischen Ebene erlangen. Weil eure Errungenschaften auf den feinstofflichen Ebenen die physische Ebene unvermeidlich verwandeln werden.

Ihr braucht nicht, die Reihen der Kämpfer zu suchen, die ihr euch anschließen müsst. Weil ihr auf der feinstofflichen Ebene ein mächtiges Heer des Lichtes bildet. Und ihr seid unbesiegbar und unverwundbar, bis ihr euer Bewusstsein auf der Göttlichen Ebene bewahrt.

Alles, was von euch zurzeit gefordert wird, ist – euch in das reale Göttliche Bewusstsein zu bekleiden und das Niveau eures Bewusstseins innerhalb des ganzen Tages und Tag für Tag nicht zu verlieren.“ (23. Juni 2009)

Meister Serapis erinnert uns daran, dass die Zeit sich beschleunigt hat, und dass wir in dieser Inkarnation eine Menge von karmischen Knoten, sogar „das Karma der Jahrtausende“ lösen können.

„Deswegen lohnt es sich nicht, Zeit vergeblich zu verlieren. Fangt an, neue Prinzipien der Beziehungen mit den euch umgebenden Menschen zu bauen. Bezeigt Standhaftigkeit und Mut und verzichtet auf jene Versuchungen, in die ihr in der Wüste eurer Städte und Dörfer geführt werdet.“ (31. Dezember 2008)

Und damit wir die göttliche Wahl leichter treffen können, gibt der Meister uns Bilder:

- „das Bild der Bestrebung zur Sonne des Göttlichen Bewusstseins muss immer vor eurem inneren Blick stehen.“ (31. Dezember 2008)

- „das Bild eines Alpinisten, der einen steil aufsteigenden Berggipfel besteigt, welcher den Gipfel des Göttlichen Bewusstseins darstellt, und den ganzen Planeten an einem Seil hochzieht.“ (29. März 2005)

An Stelle der Schlussfolgerung kann man die Worte des Geliebten Serapis Bey aus der Botschaft vom 31. Dezember 2008 zitieren:

„Das einzige, was die bestehende Zivilisation von der Vernichtung retten kann, ist der Aufstieg einer soviel wie möglichen Anzahl der Individuen zu einer neuen Bewusstseinsebene.

Zehn Gerechte sind fähig, eine Stadt zu retten. Tausend Gerechte sind fähig, die Welt zu retten.“

 

Elena Iljina

 

 


 

Literaturverzeichnis