SiriuS - Ascended Master's Dictations

Herr Maitreya


 


«Maitreya ist der geheime Name des Fünften Buddha und Kalki Avatars der Brahmanen, des letzten Messias, der am Ende des Großen Zyklus kommt»
H. P. Blavatsky „Die Geheimlehre

«1924 ist der Stern der Weltmutter – Venus ganz nah an die Erde gekommen. Neue Energien sind an die Erde gekommen.»
«Jetzt errichteten erleuchtete Lamas in Laddak und Sikkim die großen Maitreyas Figuren als Symbol der Annäherung der neuen Ära»
N. K. Roerich „Kalpa Dzong“ - 1928

«Die Lehre von Herrn Maitreya verbreitet sich in der ganzen Welt und wird die neue Ära leiten, die Ära des Aufwachens des Geistes, die auch die Ära der Frau genannt wird».
«Er wird die Gerechtigkeit auf der Erde wiederherstellen, und die Geister derjenigen, die am Ende Kali Yugas leben werden, aufwachen und gleichfalls kristallklar werden».
H. I. Roerich „Die Briefe

«Die einzige Kostbarkeit [die teuerste Perle] ist Liebe. Die wundersamste von allen Kostbarkeiten ist die Göttliche Liebe. Alle Welt sucht nach Liebe. Die ganze Welt bekommt weniger als die Göttliche Liebe, die nur alleine unseren Hunger stillen kann. Alle suchen nach Maitreyas Liebe. Das ist das Ziel».
Elizabeth Klare Prophet

Maitreya – der Blick in die Zukunft[1]

Die alten Prophezeiungen vieler Völker erzählen von dem Antritt des „Goldenen Zeitalters“. Den Beginn dieses Zeitalters verbindet man mit der Ankunft des Messias – des Erlösers, der, indem er über die Kenntnisse der Göttlichen Gesetze verfügt, die Menschen erleuchtet und auf der Erde die eingebüßte Gerechtigkeit wiederherstellt. Dieser künftige Erlöser ist in der Welt unter verschiedenen Namen bekannt: in Indien heißt er Kalki Avatar, in China – Mile, in Japan – Miroku, in der lamaistischen Mythologie – Maidar, meistens wird er mit dem Namen Maitreya angesprochen.

Der Kommende Buddha


Bodhisatwa Maitreya.
Nord-Ost Indien
XI.-XII. Jh.

Maitreya – ein „Liebevoller“, „Barmherziger“, „Unbesiegbarer“, „Herrscher mit Namen Barmherzigkeit“, „der kommende Lehrer der Menschheit“ - mit diesen Namen wird er von den Gläubigen benannt.

Maitreya ist der einzige Bodhisattwa, der von allen Richtungen Buddhismus anerkannt wird. Bodhisattwa ist derjenige, der zum Entschluss gekommen ist, Buddha zu werden, d. h. das Wesen, das die höchste Stufe der spirituellen Entwicklung erreicht hat, um den anderen Wesen zu helfen, aus dem „Samsara“ herauszukommen - dem Lebensrad von endlosen Reinkarnationen und Leiden.

Maitreya ist der künftige Buddha, Nachfolger von Buddha Shakyamuni (Gautama Buddha). Davon wird in einem der alten Texte berichtet „Tipitaka“ („Drei-Korb“), der über 17 Tausend Sutras enthält, welche Buddha oder seinen nächsten Nachfolgern zugeschrieben werden. Im fünften Kapitel von „Lalita-Vistara“, einer der meistgelesenen in der buddhistischen Literatur Biographien, die vom III.- IV. Jh. stammt, handelt es sich darum, dass der Vollkommene, bevor Er auf die Erde vom Himmel Tushita herunterging, um Buddha zu werden, Bodhisatwa Maitreya als seinen Nachfolger erklärt und ihm auf den Kopf seine eigene Bodhisatwa Krone aufgelegt hatte.

Im Buch von N. Rokotowa (Pseudonym von H. I. Roerich) „Die Grundlehren von Buddhismus“ ist der Dialog Gautama Buddhas und seines Schülers Ananda angeführt: „Und wandte sich der Gesegnete an Anannda: „Ich bin weder der erste Buddha, der auf die Erde gekommen ist und auch noch der letzte. Zu seiner Zeit ersteht ein anderer Buddha in der Welt, der geheime, von höchster Erleuchtung, mit der Weisheit gesegnete, der glückliche, der das ganze Weltall fasst, der unvergleichbare Führer aller Völker, der Herrscher von Devas und der Sterblichen. Er entdeckt euch dieselben ewigen Wahrheiten, welche ich euch beigebracht habe. Er gründet sein Gesetz, das ruhmvollste in seinen Ansätzen, das ruhmvollste in seinem Höhepunkt und das ruhmvollste beim Ziel im Geist und Wort. Er gibt das gerechte Leben bekannt, das vollkommene und reine, das auch ich jetzt verkündige. Seine Schüler werden mit Tausenden berechnet werden, indem meine nur mit hunderten errechnet werden“.

Und Ananda fragte: „Wie erkennen wir Ihn?“

Der Gesegnete erwiderte: „Sein Name wird Maitreya“.

H. P. Blavatsky berichtet im „Lexikon der Geheimlehren“, „dass Shakyamuni (Gautama Buddha) ihn [Мaitreya] in Tushita (im himmlischen Palast) besuchte und ihn beauftragte, von da her im Anschluss an fünf Jahrtausenden auf die Erde als sein Nachfolger nach seinem (Buddhas) Tod zu kommen. Seit unserer Zeit wäre das weniger als nach 3000 Jahren gewesen. Die esoterische Philosophie lehrt, dass der nächste Buddha im Laufe der siebten (Unter) Rasse dieses Kreises erscheint. Die Tatsache ist, dass Maitreya Nachfolger von Buddha war, der bekannte Arhat aber nicht der direkte Schüler von ihm, und das er Gründer der esoterischen philosophischen Schule war“.

Über die Ankunft von Maitreya

Das Kommen Maitreyas wurde in vielen indischen und buddhistischen Texten vorausgesagt: in „Visuddhimagga“ von Buddhagosa, in den früheren Werken von Mahayana, in „Maitreya-Viharaya“ und in den anderen.


Maitreya. Tibet. XVI. Jh.

Eine der ersten Erwähnungen von Maitreyas Namen – der Sanskrittext „Maitreya-Viharaya“ („Maitreyas Prophezeihung“) behauptet, dass Götter, Menschen und andere Wesen Maitreya anbeten werden und an Zweifeln verlieren, Ströme ihrer Anhänglichkeit ausgehen: „frei von jeglicher Armut werden sie in der Lage sein, den Ozean des Werdens durchzufließen, und der Maitreyas Lehre zufolge werden sie ein heiliges Leben führen. Nie werden sie etwas als ihr Eigentum betrachten: weder Gold noch Silber, weder ihr Heim noch ihre Verwandten. Sie werden aber ein heiliges Leben unter der Leitung von Maitreya führen. Sie werden das Netz der Leidenschaften durchreißen und in die heile Transe eingehen, wo sie der Überfluss von Freude und Glück für ihr gerechtes Leben erwartet“.

Die Ankunft von Maitreya wird mit dem Rückgang der Ozeane verbunden, damit Maitreya sie mühelos überqueren könnte. Darüber hinaus wird sich den Menschen das wahre Dharma (ein Gesetz, eine Lehre) bieten, so dass es möglich wäre, eine Neue Welt zu erschaffen.

Unter den Phänomenen, welche die Ankunft von Maitreya vorhersagen, werden auch der Abbrechen des Todes, der Kriege, der Krankheiten sowie die Verbreitung der Toleranz und Liebe in der neuen Gesellschaft angewiesen.

In der Skizze des bekannten Orientalisten und Ethnographen Ju. N. Roerich „Maitreya ist Buddha der Zukunft“ geht es um die Legenden, welche mit der Ankunft von Maitreya verbunden sind: „Fa-xian, der chinesische Pilger von V. Jh. n. Chr. leitete uns mythenhafte Geschichte der Klosterschale von Shakyamuni, die versteckt liegt, bis die Zeit der Verkörperung von Maitreya kommt. Aber nicht nur die Schale erwartet die Ankunftszeit des kommenden Buddha: in den Bergen Kukkutapada,in der Nähe von Gaya liegt der Körper von Kashyapa, der Gauthama Buddha Mänchsgewand bewahrt. Als Maitreya in dieser Welt erscheint, zerspaltet er diesen Berg durch einen Wunder und erhaltet vom diesem Heiligen das Gewand des letzten Buddha. Diese Legenden spiegeln den Glauben daran wider, dass der künftige Buddha kommt, um die Lehre Shakyamunis fortzusetzen“.

Maitryas Darstellungen


Statue Buddhas Maitreya in der Nähe Leshan,
China, IX Jh.

Die Jahrhunderte sind vergangen, und die Buddhisten aller Schulen erwarten die Ankunft des Kommenden. Davon zeugen die zahlreichen Statuen Maitreyas in den Tempeln in Form von Bodhisattva oder Buddha, sowie seine riesigen Skulpturen, die bereits 350 Jahre vor Christus in den Felsen in der Nähe von den Siedlungen errichtet wurden.

So eine der höchsten Statuen von Buddha Maitreya auf der Erde (71 m) – im Laufe von mehr als ein Tausend Jahre – gilt als das höchste Skulpturen in der Welt die Statue in China. Sie ist in dem Bergdicken am Zusammenfluss von drei Strömen in der chinesischen Provinz Sitshuan in der Nähe von der Stadt Leshan ausgehaut. Das Haupt Buddhas ist in der gleichen Höhe mit dem Berg, seine Füße reichen den Fluss hinein. Die Erschaffung der Statue verlief ab 713 während der Herrschaft der Tang-Dynastie und dauerte neunzig Jahre.

Der Überlieferung zufolge wurde Maitreya oft mit gekreuzten Beinen sitzend und eine Belehrung gebend dargestellt. Bodhisattva ist meist in das Mönchsgewand Buddhas gekleidet. In der Schule von Gandhara (ein altes Königreich auf dem Territorium des heutigen Pakistans) erscheint Boddhisattva gekrönt, in das königliche Gewand gekleidet, die Schale mit Amrita haltend– dem Getränk der Unsterblichkeit. In einer anderen Form wurde Maitreya stehend geschildert, im Gewände Boddhisattvas, sein Haupt ist gekrönt mit einem kleinen Stupa darin. Laut der Legenden sahen die Schüler, als der Lehrer auf die Gestalt des Lehrers meditierte, den Stupa der Erleuchtung auf seiner Scheitelgegend. Daher wird Maitreya oft mit dem Stupa auf dem Haupt geschildert. Eine spätere Tradition zeigt Maitreya nicht so wie im Osten sitzend, sondern wie im Westen – mit den vom Thron herabgelassenen Füßen, bereit zum Ankommen.

In der buddhistischen Kunst Chinas, Koreas und Japans der VI-XIX. Jh. Wird Maitreya halbnackt dargestellt, da die offene Brust Kraft symbolisiert, gekrönt, auf dem Lotosthron als Symbol der himmlischen Reinheit. Die mitleidsvolle Geste der rechten Hand, die die Wange berührt, bedeutet die Zärtlichkeit den Menschen gegenüber, die Bewegung des Fußes, das vom Thron herabsteigt, drückt die Bereitschaft aus, den Leidenden und Schwachen zu Hilfe zu kommen.

Zahlreiche Maireyas Darstellungen gibt es auf den buddhistischen Tankas. Tanka ist eine Art der buddhistischen Bildnismalerei, die in besonderer Weise ausgeführt wird. Oftmals wird Maitreya im Tushita-Himmel dargestellt, begleitet von Atisha und Tsongkhapara (zwei hervorragende Denker und Prediger des Buddhismus).

Unter den zeitgenössischen Gemälden, die Maitreya gewidmet sind, gibt es den weltbekannten Bilderzyklus vom prominenten russischen Künstlers N. K. Roerich. Auf dem Bild „Maitreya - Gewinner“ hielt der Maler ein großartiges Bergpanorama mit einer riesigen Darstellung von Maitreya fest. „Zwei Hände an den Himmel gestreckt, wie der Ruf weiter Welten. Zwei Hände nach unten gestreckt, wie ein Segen für die Erde. Man weiß - Maitreya kommt“, - so beschreibt N. K. Roerich das in den Fels geschlagenen Relief von Maitreya bei Maulbek

Die Kraft des Mitgefühls

Hier ist ein Auszug aus dem Buch „Die drei Juwelen“, verfasst von zwei tibetischen Lamas Khenchen Palden Sherab Rinpoche und Khenpo Tsevang Dongyal Rinpoche. Es erzählt von einem Mann, der ein großer indischer Gelehrter war aber nur dank dem wahren Mitleid direkt mit dem Lehre Maitreyas in Kontakt kommen konnte.

„Ein reines Mitgefühl ist in Kraft, all die karmischen Trübungen und Hindernisse auf dem Pfad zur Erleuchtung zu beseitigen. Wenn sich die innere Weisheit offenbart, vermehrt sich euer Verständnis der relativen und absoluten Wahrheit im Einklang mit den Fortschritten zur Erleuchtung. Buddha betonte mehrmals, dass die Barmherzigkeit das mächtigste Werkzeug zur Beseitigung des Unwissens und zur Vermehrung der Weisheit ist.


Maitreya in Tushita Heaven.
Buddhist thangka.

Ein Beispiel dafür ist die Geschichte über Asang. Er war ein bedeutender indischer Gelehrter, der etwa fünfhundert Jahre nach Buddha geboren wurde, ungefähr Anfang der christlichen Ära. In seinen jungen Jahren ging Asang an die Naland-Universität, am weltberühmten altindischen Kloster und die erste echte Universität der Welt. Obwohl Asang ein großer Gelehrter wurde, hatte er noch Zweifel an manche Lehren. Er erfragte viele Wissenschaftler und erfahrene Meister, aber keiner von ihnen konnte seine Zweifel lösen. Er kam zum Entschluss, Maitreya, den künftigen Buddha zu visualisieren, im Blick darauf, dass er, sobald er Maitreya sieht, Antworten auf all seine Fragen finden wird. Nachdem er Initiation und Unterweisung erhalten hatte, ging er zu einem Berg in Indien und meditierte über Maitreya drei Jahre.

Asang glaubte, dass in drei Jahren er zu Kräften kommt, um sich mit Maitreya zu treffen und ihm seine Fragen zu stellen, aber zu jener Zeit erhielt er keine Anzeichen. In drei Jahren wurde er erschöpft und verlor seinen Elan und verließ daher seinen Rückzug. Den Berg herabsteigend kam er in ein Dorf, wo sich die Menschen versammelt hatten, um eine Alten anzusehen, der eine Nadel machte, indem er einen großen Eisenstock mit einem Stück Seiden rieb. Asang konnte kaum glauben, dass man einen Nagel macht, indem man einen Eisenstock mit dem Stück Seide reibt, aber der Alte versicherte ihn, dass es möglich sei, indem er ihm drei Nägel zeigte, die er schon gemacht hatte. Als Asang solch ein Beispiel von der großen Geduld sah, beschloss er, seine Praxie fortzusetzen und kehrte zum Rückzug noch für drei Jahre zurück.

Im Laufe von den nächsten drei Jahren träumte er einige Male von Maireya, aber konnte immer noch Maitreya nicht sehen. Drei Jahre später fühlte er sich wieder müde und erschöpft und beschloss, wieder zu gehen. Den Berg herabsteigend sah er an einem Ort das Wasser auf den Stein tropfen. Es tropfte sehr langsam, ein Tropfen pro Stunde, aber dieser Tropfen machte ein großes Loch im Felsen. Indem Asang sowas sah, schöpfte er wieder Hoffnung und kam zum Entschluss, für weitere drei Jahre zum Rückzug zurückzukommen.

Diesmal hatte er gute Träume und andere Anzeichen aber konnte nicht immer noch Maitreya klar sehen und ihm seine Fragen stellen. Er ging wieder weg. Den Berg herabsteigend sah er ein kleines Loch im Gestein. Der Ort um das Loch wurde von dem Vogel poliert, der seine Flügel über den Stein scheuerte. Das ließ ihn wieder zum Entschluss kommen, noch für drei Jahre in die Höhle zurückzukehren. Aber nach diesen drei Jahren konnte er auch nicht Maitreya sehen, deshalb verließ er seinen Rückzug und ging den Abhang nieder.

Unterwegs begegnete er einem alten Hund an einem Dorf. Als er bellte, sah Asang, dass sein Unterkörper verwundet und mit Flöhen und Würmern bedeckt war. Als er näher kam, sah er, dass der Hund schrecklich litt, und er fühlte ein großes Mitleid mit ihm. Er dachte an all jenen Geschichten, wo sich Buddha Shakyamuni den Lebewesen gab und beschloss, dass es die Zeit kam, seinen Körper diesem Hund und den Insekten zu geben.

Er ging ins Dorf und kaufte ein Messer. Mit diesem Messer schnitt er Fleisch von seinem Oberschenkel, indem er dachte, Würmer von dem Hund zu entfernen und auf sein Fleisch zu setzen. Dann begriff er, dass, wenn er Insekten mit den Fingern entfernen wird, sterben sie, weil sie so zerbrechlich sind. Daher entschied er, Insekten mit der Zunge zu entfernen. Er wollte nicht sehen, was er machen wird, deshalb machte er seine Augen zu und streckte die Zunge nach dem Hund vor. Aber seine Zunge traf den Boden. Er versuche immer wieder, aber seine Zunge gelang wieder dem Boden. Endlich machte er seine Augen auf und sah, dass der Hund verschwand und an seiner Stelle Buddha Mairtreya war.

Während er Buddha Maitreya sah, war er froh und auf einmal etwas verstimmt. Asang übte seine Praxis so viele Jahre und sobald er einen alten Hund sah, kam Maitreya zu ihm. Asang begann zu weinen und fragte Maitreya, warum er sich früher nicht zeigte. Maitreya erwiderte: „Ich war nicht mitleidlos zu dir. Ab dem ersten Tag war ich immer in der Höhle mit dir. Aber bis heute beschirmten Trübungen deinen Gesichtssinn. Jetzt siehst du mich wegen deines großen Mitleids mit dem Hund. Dieses Mitgefühl entfernte deine Trübungen insoweit, dass du mich sehen kannst“. Danach belehrte Maitreya selbst Asanga die Texte, die als fünf Lehren Maitreyas bekannt sind, die als sehr wichtige in der tibetischen Tradition anerkannt sind.

Asanghas Kontakt mit Maireya wurde von der Barmherzigkeit geboren. Nur dank dem Mitgefühl wurden seine Trübungen gelöst. Aus diesem Grund lehrte Guru Padmasambhava, dass ohne Mitgefühl die Dharma Praxis keine Früchte tragen wird, und tatsächlich wird ohne Mitleid eure Praxis verfault sein“.

H. P. Blavatskis Schriften über Maitreya


Kalki Avatar on a white horse.Indian bas-relief.

Im Buddhismus ist Maitreya der Fünfte Buddha, im Hinduismus ist er Kalki Avatar, die Inkarnation von Gott Vishnu. Die Geheimlehre sagt, dass „Maitreya der geheime Name des Fünften Buddha und Kalki Avatars der Brahmanen ist, des letzten Messias, der am Ende des Großen Zyklus kommt“. „Der einzige Unterschied besteht in der Datierung ihres Ankommens. So, während das Vishnu Erscheinen auf dem weißen Pferd am Ende des laufenden Zyklus von Kali Yuga „für die endgültige Vernichtung der Bösen, für die Erneuerung der Schöpfung und für die Wiederherstellung der Reinheit“ erwartet wird, wird Maitreya früher erwartet“, - fügt H. P. Blavatsky im „Lexikon der Geheimlehren“ hinzu. Wie die Geheimlehre erklärt, „ist das Geheimnis einfach: es gibt Zyklen innerhalb der größeren Zyklen, all sie gehören einer Calpa aus 4 320 000 Jahren: Gerade am Ende dieses Zyklus wird Kalki Avatar erwartet“.

„Das Lexikon der Geheimlehren“ gibt folgende Beschreibung: „Kalki Avatar (Skr.) ist „Avatar des weißen Pferdes“, der nach den Brahmanen die letzte manvantarische Inkarnation von Vishnu sein wird; nach den nördlichen Buddisten Maitreya Buddha; nach Aussagen von Parsen Sosios, der letzte Held und der Retter von Zoroastrier“; und „der Gerechte und der Wahre“ auf dem weißen Pferd („Die Offenbarung“, XIX, 2).

Bei seinem künftigen Erscheinen oder bei dem zehnten Avatar öffnet sich der Himmel, und Er erscheint, „auf dem milchweißen Pferd sitzend, mit der erhobenen Schwert, glänzend wie ein Komet, für die endgültige Vernichtung der Bösen, die Erneuerung „der Schöpfung“ und „für die Wiederherstellung der Reinheit“... Das passiert am Ende Kali Yugas, 427 000 Jahre später von diesem Zeitpunkt an.

Das erwähnte Ende jedes Yugas wird „die Zerstörung der Welt“ genannt, weil die Erde dabei jedes Mal ihre äußere Beschaffenheit ändert, indem ein System von Kontinenten überflutet und das andere hinausgehoben wird“.

In „Isis Entschleiert“ berichtet E. P. Blavatsky, dass der Messias als fünfte Emanation sowohl in der jüdischen „Kabbala“ als auch im gnostischen System gilt, „und im buddhistischen, wo der fünfte Buddha – Maitreya – während seines letzten Ankommens erscheinen wird, um die Menschheit vor der endgültigen Zerstörung der Welt zu retten. Vishnu wird in seinem künftigen sowie im letzten Ankommen als der zehnte Avatar oder Verkörperung vorgestellt, nur weil eine jede Einheit als Androgyn [ein abgeschlossenes Ganzes, das weiterhin in zwei polare Ansätze geteilt wird] zweifach zum Vorschein kommt“. Buddhisten, die diese bigenerische Inkarnation ablehnen, zählen nur fünf. Auf solche Weise, während Vishnu das letzte Mal in seiner zehnten Verkörperung kommt, macht Buddha wie gesagt dasselbe in seiner fünften Inkarnation“.

Weiter führt der Autor zehn legendäre Avataren von Vishnu an, unter denen die siebte Inkarnation – Rama-Chandra (um das 7. Jahrtausend v. Chr.), der Held des altindischen Epos „Ramayana“, die achte - Krishna (4-3 Jahrtausend v. Chr.), einer der beliebtesten Hindugötter. Die zehnte, wie bereits oben erwähnt wurde, wird Vishnus Inkarnation als Maitreya sein“.

In der „Geheimlehre“ wird Maitreya auch als Anhänger von Parasara erwähnt. So offenbart Parasara in einer der ältesten Schriften „Vishnu Purana“ („Die Sagen von Vishnu“) seinem Schüler Maitreya die Geheimnisse der Schöpfung. „Parasara sagt Maiterya, seinem Schüler: „Damit habe ich dir, oh bester Muni, sechs Schöpfungen erklärt... die Schöpfung der Wesen Arvacsrots war die siebte und war die Schöpfung des Menschen“. Parasara bekam „Vishna Purana“ von seinem Lehrer Pulastya, eines der sieben geistgeborenen Söhne von Brahma. Brahma ist Gott der Schöpfung im Hinduismus, der neben Vishnu und Shiva einer der Götter Trimurti ist (Hindu „Heilige Dreifaltigkeit“). Durch Dialoge Parasaras und seines Schülers Maitreya erzählt die „Geheimlehre“ über die Grundlagen der antiken Weltkunde und ihre Übereinstimmung der Geheimlehre.

„Die entschleierte Isis“ teilt über das Ankommen von Maitreya mit: „Als Maitreya-Buddha ankommt, wird unsere jetzige Welt zerstört, und die neue bessere Welt wird sie ersetzen. Vier Arme jeder hinduistischen Gottheit symbolisieren vier vorangehende Manifestationen unserer Erde von ihrem unsichtbaren Zustand, während der Kopf den fünften und den letzten Avatar bezeichnet, Kalki-Avatar, als diese Welt zerstört wird und die Kraft von Buddh-Weisheit (bei Hindi - Brahma) wieder aufgerufen wird, sich als Logos zu manifestieren, um die kommende Welt zu schaffen“.

Maitreya in der Lehre des Agni Yoga

Wenn das erste geheime Wissen durch E. P. Blavatsky, die Schülerin der Mahatmas von Shambhala bekanntgegeben wurde, so wurde diese Lehre später entwickelt und in den Büchern Agni Yogas (Lebendige Ethik) durch H. I. Roerich veröffentlicht. „Der Große Meister Moriya“ gab der Welt die Lehre vom Feuer wie das Neue Testament für die Erde beim Übergang zum Zeitalter des Feuers.

In den Büchern von Agni Yoga wird gesagt:

„Maitreya kommt und brennt in allen Feuern. Sein Herz brennt in Mitleid mit der vollkommen verelendeten Menschheit; Sein Herz flammt in Bestätigung der neuen Grundlagen“. (Hierarchie, 3)

„Der Herrscher von Shambhala offenbart der Menschheit drei Gestalten: die Lehre von Maitreya ruft den menschlichen Geist in unsere schöpferische Welt. Die Lehre Maitreyas weist auf die Grenzlosigkeit im Kosmos, im Leben, in den Errungenschaften des Geistes hin! Die Lehre Maitreyas beachtet die Kenntnis über das Kosmische Feuer wie eine Entfaltung des Herzens, das die Erscheinungen des Universums umfasst.


N. K. Roerich.
Die Mutter der Welt.
1925. Bildzyklus
„Banner des Ostens"

Die alte Sage, dass die Ankunft Maitreyas die Auferstehung des Geistes offenbart, ist wahr. Wir fügen hinzu: die Auferstehung des Geistes kann der Erscheinung der Ankunft als eine bewusste Annahme der Lehre von dem Herrn Maitreya vorangehen. Wahrhaft die Auferstehung!“ (Hierarchie, 7).

Das Zeitalter Maitreyas wird auch in der Lehre der Lebendigen Ethik als das Zeitalter der Mutter der Welt genannt.

„Das Zeitalter Maitreyas hebt die Frau hervor. Das Erscheinen Maitreyas ist doch mit der Bestätigung der Mutter der Welt in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft verbunden“ (Hierarchie, 13)

„Man wird fragen: „Warum wird das Jahrhundert als die Zeit der Mutter der Welt bezeichnet?“ Wahrhaft soll es so genannt werden. Die Frau wird eine große Hilfe leisten, indem sie nicht nur die Erleuchtung in die Welt hineinbringen sondern auch das Gleichgewicht bestätigen wird. Inmitten der Verwirrung wird das Gleichgewichtsmagnet verletzt, und man benötigt den freien Willen, um die auseinanderfallenden Teile wieder zu vereinigen. Maitreya-Mitleid braucht eine Zusammenarbeit. Wer sich selbst zu Ehren der großen Epoche opfert, wird reiche Ernte erhalten.

Der Denker sprach: „Lernt es, für die ganze Menschheit zu arbeiten“ (das Überirdische, 772)

So wurde unter den Zeichen des Jahrhunderts von Maitreya das Gleichgewicht der weiblichen und männlichen Aspekte betont.

Ein anderes Merkmal der neuen Epoche wird die Zusammenarbeit sein. „Zusammenarbeit in allem“, - fügt das Zeitalter Maitreyas hinzu. Nicht durch einen Befehl, nicht durch Harmonie sondern durch den Blitz des Gedankens werde die Mitarbeiter vereint“. (Zeichen des Agni Yoga, 101)

Maitreya ist gekommen, um Handeln beizubringen und dabei Licht in jede seine Handlung mitzubringen. „Alle vorangehenden Yogasysteme, welche von den höchsten Quellen übermittelt wurden, nahmen eine bestimmte Eigenschaft des Lebens zur Grundlage; jetzt, bei dem Anbruch des Zeitalters Maitreyas benötigt man im Grunde genommen ein Yoga des ganzen Lebens. Allumfassend und nichts umgehend, nämlich wie die biblische Legende über die feuerfestigen Jungen, die sich mutig dem Feuer aussetzten und dadurch Macht erhielten. ... wo das Feuer, da sind die Anzeichen der Vervollkommnung “. (Zeichen des Agni Yoga, 158- 159)

Neue Botschaft Maitreyas

Im gekommenen XXI. Jahrhundert steht Maitreya wieder an unserer Schwelle und klöpft an die Tür. Seine Botschaften an die Menschheit der Erde wurden dank des Vermittlers unter den Großen Lehrern und den Menschen möglich. Solch ein Vermittler wurde T. N. Mickushina, - die Bote der Großen Weißen Bruderschaft, die seit 2005 von mehr als fünfzig Lichtwesen, darunter von Herrn Maitreya, Botschaften erhalten hat.

Die grundlegende Zielrichtung der Botschaften auf der Übergangsstufe in die Göttliche Wirklichkeit besteht darin, den Menschen einfache, konkrete Empfehlungen zu geben und möglichst mehreren Seelen zu helfen, Energien der alten Welt loszuwerden, um kommende neue Energien der Göttlichen Welt anzunehmen.

Im ersten Zyklus der Botschaften gibt Herr Maitreya neues Wissen über das Zeitalter Maitreyas, über den einzigen wahren Weg, der die Menschheit zu den Gipfeln des Göttlichen Bewusstseins führt:

„Ihr habt Prophezeiungen gehört, und ihr wisst, dass das Zeitalter Maitreyas kommt. Alle warten auf die Ankunft Maitreyas. Und die Zeit ist gekommen, euch Kenntnisse zu geben, die Meine Ankunft betreffen.

Ich muss zusammen mit meinen Schülern meine Ankunft in die Verkörperung auf die Erde vorbereiten.

<…>

Ich komme durch Meine Schüler, durch diejenigen, welche Mir erlauben, in ihren Tempeln anwesend zu sein und bereite den Weg für meine Verkörperung auf der Erde vor.

Ich kann nicht kommen, wenn ihr nicht bereit seid, mich in eurem Bewusstsein anzunehmen. Deshalb ist das Einzige, was Meine Inkarnation auf der Erde verhindert, ist euer Bewusstseinsniveau.

Daher komme ich mit Freude auf die Erde durch diejenige, die mir zumindest kurz erlauben, in ihren Tempeln zu verweilen. Durch ihre Körper mache ich mich mit der Situation auf der Erde bekannt.

Viele Jahre vergehen, bis ich vermag, eine komplette Inkarnation auf der Erde zu nehmen und vor den Menschen der Erde in aller Pracht meiner Mächtigkeit zu erscheinen. Jeder von euch, der verkörpert ist, kann die Frist meiner Ankunft und die Frist meiner Verkörperung bestimmen. (6. Mai 2005)

„...eure Aufgabe ist es, zu lernen, was in euch von Gott von dem, was ihr selbst geschaffen habt, was dieser Welt angehört zu unterscheiden. Eure physische Welt gleicht dem elterlichen Nest, in dem ihr euch gemütlich gefühlt habt. Früher oder später kommt die Zeit, als ihr euch von eurem Nest trennen solltet. Weil ihr aufgewachsen seid, ihr seid bereit, die Schwingen zu entfalten und zu fliegen“. (17. Juni 2005)

Maitreya bringt den Pfad der Einweihung bei – den Weg der Heimkehr zur wahren Göttliche Realität, stellt die Fassetten der Lehre über den Pfad der Einweihung klar.

„Im Leben eines jeden Wesens kommt der Moment, wo es seine Verbindung mit dem Höchsten erkennt und, dass es beginnen muss, bewusst dem Pfad der Einweihung zu folgen. Der Zustand der Gesellschaft im Laufe der letzten Jahrhunderte insbesondere im Westen machte eine bewusste Durchnahme der Einweihung unmöglich. Die Menschen vergaßen die Mysterien Schulen und jenes Wissen, das in diesen Schulen vermittelt wurde.

Daher ist unsere Aufgabe und die Aufgabe unserer Gesandten, euch an den Pfad der Einweihung zu erinnern und die Traditionen des alten Pfades der Einweihung zu erneuern. Die kennzechende Besonderheit unserer neuen Handlungen wird es sein, dass wir versuchen werden, euch das nötige Wissen zu geben, die den Pfad der Einweihung betreffen, aber ein jeder von euch eure Einweihungen individuell bestehen wird, ohne eurem gewöhnlichen Leben zu weichen“. (19. April 2006)

Maitreya lädt die Schüler in seine Mysterien Schule ein und verspricht nicht, dass es auf dem Pfad der Einweihung leicht sein wird.

„...der Pfad der Einweihung ist der schnellste und der kürzeste Weg, der euch zu Gott führt. Das ist der Weg, wo auf Ego verzichtet wird. Das ist der Weg, wo ihr freiwillig bereit seid, bestimmte Belastungsproben zu bestehen, seien sie auch schwer, um euren Heimweg zu verkürzen...

Dieser Weg erfordert Anspannung all eurer Kräfte. Ihr werdet viel opfern müssen, was ihr habt“. (23. April 2006)

Die Botschaften von Meister Maitreya, die in diesem Buch gesammelt wurden, sind Richtpfahle- Anzeiger auf dem Weg zur Göttlichen Weisheit. Sie enthalten sowohl das Wissen als auch die Energie des Großen Lehrers, der uns zum Handeln aufruft. Nur wir selbst werden durch unsere Bemühungen und unsere Errungenschaften die Fähigkeit zur weiteren Evolution demonstrieren können.

„Euer Bewusstseinsniveau wird durch jene Göttlichen Eigenschaften bestimmt, welche ihr auf eurem Pfad erwerbt. Es ist unmöglich, Dienst, Selbstaufopferung, Selbstlosigkeit oder Liebe zu spielen.

Ihr müsst Besitz von diesen Eigenschaften ergreifen, und sie sollen euch innewohnend sein“ (25. Juni 2009).

Nämlich unsere Bemühungen, uns selbst zu verändern, so Herr Maitreya gestatten uns, in der kommenden Welt zu existieren.

He. Yu. Ilyina


Literaturverzeichnis:

1. Agni Yoga, in 2 Bänden - M.:Eksmo, 2010
2. H. P. Blavatsky, Lexikon der Geheimlehren, 2. Auflage, korr./ H. P. Blavatsky – M.: Sphäre, 1994. – 576 S.
3. Khenchen Palden Sherab, Khenpo Cevang Dongjal. Das Licht von Drei Juwelen/Übersetzt aus dem Engl. Von P. Gjaco. – M.: Dharma Samudra, 1999. – 128 S.
4. Isis Entschleiert: Ein Meisterschlüssel zu den alten und modernen Mysterien, Wissenschaft und Theosophie/ H. P. Blavatsky. / Übers. aus dem Engl. K. Ju. Leonov. – M.: Russische Theosoph. Gesellschaft, 1992. – B. 2. „Theosophie“. – 534 S.
5. Roerich Yu. N. Maitreya – der Kommende Buddha // Tibets Malerei / Übers. aus dem Engl. A. L. Barkowa. – M.:IRZ, Master-Bank. – 2001.
6. N. Rokotowa Die Grundlage von Buddhismus. – Nowosibirsk: SibRG, 1990 – 69 S.
7. Das Wort der Weisheit. Botschaften der Meister. In 3 Bänden / T. N. Mickushina. – Omsk: Verlag „SiriuS“, 2011.
8. Geheimlehre. Die Vereinigung von Wissenschaft, Religion und Philosophie H. P. Blavatsky. – Nowosibirsk: Kinderliteratur, 1001. – B. 2 „Anthropogenesis“. – 1009 S.